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Gema schüttet 906 Millionen Euro an Künstler aus

27. Mai 2020 - 15:38 Uhr

München/Berlin (MH) – Die Musikrechtegesellschaft Gema hat im vergangenen Jahr 1,07 Milliarden Euro eingenommen. Davon schüttet sie nun 906 Millionen Euro an Rechtsinhaber in aller Welt aus. "Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen wird das sehr gute Geschäftsjahr der Gema zum 'Krisen-Airbag' für unsere Mitglieder", sagte Vorstandschef Harald Heker am Mittwoch. Für viele seien die regulären Ausschüttungen zum 1. April und 1. Juni 2020 "in dieser wirtschaftlich schwierigen Phase eine notwendige finanzielle Unterstützung, wenn nicht gar existenzsichernd".

Harald Heker

Harald Heker

Der mit Abstand größte Anteil der Einnahmen kam aus Musikveranstaltungen. Hier stiegen die Erträge gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent auf 407,4 Millionen Euro. Dies sei "sowohl auf Tariferhöhungen als auch auf ein starkes Konzertjahr 2019 zurückzuführen", erklärte Heker.

Das mit 72,4 Prozent stärkste Wachstum verzeichnete der Online-Bereich, der 182 Millionen Euro einbrachte. Hier entwickle sich der Markt weg vom Download hin zum Streaming. Mit der steigenden Bedeutung der Internetdienste als Einnahmequelle für Komponisten und Textdichter sei es umso wichtiger, dass Deutschland die von der EU beschlossene Reform des Urheberrechts in nationales Recht überführt, betonte Heker.

Die Erträge aus dem Verkauf von Tonträgern sanken innerhalb eines Jahres um fast 25 Prozent auf 61,1 Millionen Euro. Die Musiknutzung in Fernsehen und Radio brachte mit 295 Millionen Euro rund 2,2 Prozent weniger ein. Ursache hierfür seien sinkende Werbeeinnahmen der privaten TV-Sender.

Die Gema vertritt nach eigenen Angaben die Urheberrechte von rund 78.000 Komponisten, Textautoren und Musikverlegern in Deutschland sowie von über zwei Millionen Rechteinhabern aus aller Welt.

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(wa)

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