Brandenburger Musikschulen gegen Sing-Verbot an Schulen

19. August 2020 - 20:49 Uhr

Potsdam/Berlin (MH) – Der Brandenburger Verband der Musik- und Kunstschulen fordert flexible Lösungen für das Singen und Spielen von Blasinstrumenten im Unterricht an allgemeinbildenden Schulen. Da ein Ende der Corona-Pandemie nicht absehbar sein, bedrohe das pauschale Verbot im aktualisierten Rahmen-Hygieneplan die entsprechenden Musikklassen als solche, erklärte der Verband am Mittwoch. Möglich seien etwa das Singen auf dem Schulhof oder die Bläserklasse in der Aula.

Kind spielt Flöte

Kind spielt Flöte

Die 35 öffentlichen Musik- und Kunstschulen sind den Angaben zufolge landesweit Bildungspartner an mehr als 170 Schulen und 200 Kindertagesstätten. Insgesamt würden 225 Musikklassen wöchentlich im regulären Musikunterricht von einem Tandem aus einem Musiklehrer und einem Musikschulpädagogen gemeinsam betreut. In Zeiten von Corona hätten Pädagogen, Schulleitungen und Kommunen kreativ und unbürokratisch reagiert, online unterrichtet, große Säle zur Verfügung gestellt oder im Freien musiziert – unter Einhaltung des jeweiligen Hygienekonzepts.

Die Unterrichte an den Schulen legten wichtige Grundlagen für die musikalische und soziale Entwicklung der Kinder, betonte der Verband. Sie ermöglichten gemeinsame musikalische Erfahrungen und vermittelten erste instrumentale Kenntnisse und Fähigkeiten. Mit dem pauschalen Verbot der Musikklassen drohten Strukturen wegzubrechen, mit allen negativen Folgen für die Schüler und Pädagogen.

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(wa)

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