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Alexander Neef soll früher Chef der Pariser Oper werden

26. August 2020 - 19:33 Uhr

Paris/Berlin (MH) – Der Generaldirektor der Opéra national de Paris (OnP), Stéphane Lissner, gibt seinen Posten schon zum Ende des Monats ab. Frankreichs Kulturministerin Roselyne Bachelot-Narquin habe in Absprache mit ihm dem Präsidenten der Republik vorgeschlagen, dass sein designierter Nachfolger Alexander Neef das Amt am 1. September 2020 antritt. Das teilte das französische Kulturministerium am Mittwoch mit.

Alexander Neef

Alexander Neef

Lissner, der seit 2014 an der Pariser Oper tätig ist, hatte einen Vertrag bis Sommer 2021. Im Juni regte er selbst an, die Amtsübergabe auf den Jahreswechsel vorzuziehen. Die wirtschaftliche Lage erfordere drastische und sofortige Entscheidungen. "Sie müssen und können nur von denen übernommen werden, die in Zukunft die Zügel des Hauses übernehmen", sagte er der Tageszeitung "Le Monde". Die Schulden der Oper mit den Häusern Garnier und Bastille beliefen sich auf 45 Millionen Euro.

Ministerin Bachelot-Narquin dankte Lissner für seine Arbeit und sein Engagement im Dienste der Pariser Oper. Der 67-Jährige wird ab 1. Januar 2021 Intendant der Oper San Carlo im italienischen Neapel.

Der deutsche Musikmanager Neef (46) ist seit 2008 Generaldirektor der Canadian Opera Company in Toronto. Seine Karriere begann bei den Salzburger Festspielen und der Ruhr-Triennale. Von 2004 bis 2008 war er Castingchef der Opéra national de Paris unter dem damaligen Intendanten Gerard Mortier. 2019 wurde Neef selbst zum Chef der OnP ab der Saison 2021/22 ernannt. Die offizielle Amtsübergabe soll im Rahmen einer Zeremonie im Pariser Kulturministerium stattfinden.

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(wa)

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