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Oper "Don Pasquale" in Oldenburg ohne Mindestabstand

12. September 2020 - 10:45 Uhr

Oldenburg/Berlin (MH) – Das Staatstheater Oldenburg bringt am (heutigen) Samstag eine Neuproduktion von Gaetano Donizettis Oper "Don Pasquale" heraus – ohne Mindestabstand auf der Bühne. Das Pilotprojekt starte man im engen Austausch mit dem Oldenburger Gesundheitsamt und dem niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, teilte das Theater mit. Bereits zum Probenstart hätten sich die Sänger und das Regieteam in eine feste Gruppe begeben, um unter Normalbedingungen proben zu können.

"Don Pasquale"

"Don Pasquale"

Die zwölf Künstler haben sich unter strengsten Hygienemaßnahmen selbst eine Art Probenquarantäne verordnet. Sie werden wöchentlich auf Corona getestet, vor den Proben wird Fieber gemessen, sie führen ein geheimes Kontaktprotokoll und reduzieren Außenkontakte auf ein Minimum. Kollegen, die den Abstand von 1,5 Metern nicht einhalten können, etwa aus der Maske oder dem Kostüm, tragen FFP2-Masken.

"Dieses Inselprojekt bietet uns eine Tür in die Zukunft, eine Möglichkeit, durch vernünftiges Handeln einen Schritt zurück in die Normalität zu gehen, bis ein geeigneter Impfstoff gefunden ist", sagte der Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters, Christian Firmbach. "Kunst muss experimentieren und darf es auch – natürlich innerhalb der Regeln der niedersächsischen Corona-Verordnung", erklärte Kulturminister Björn Thümler (CDU). Bisher laufe das Modell wie erhofft.

Die Sicherheitsvorkehrungen gelten auch über die Premiere hinaus. Jeweils 24 Stunden vor den folgenden Vorstellungen wird die feste Gruppe weiterhin getestet. Nur wenn alle Beteiligten ein negatives Testergebnis haben, finde die jeweilige Aufführung statt.

Unter der Regie von Christoph von Bernuth ist Donato Di Stefano als Don Pasquale zu erleben. Der italienische Bassist stellt sich damit als neues Ensemblemitglied des Oldenburgischen Staatstheaters vor. Die Rolle der Norina übernimmt die US-Amerikanerin Martha Eason, der aus Kolumbien stammende César Cortés gibt bei der Premiere den Ernesto. Die musikalische Leitung hat der 1. Kapellmeister und stellvertretende Generalmusikdirektor Vito Cristòfaro.

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(wa)

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