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Döblins "Berlin Alexanderplatz" wird Oper

18. November 2020 - 18:28 Uhr

Bielefeld/Berlin (MH) – Der Roman "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin soll erstmals als Oper umgesetzt werden. Die Uraufführung ist für die Spielzeit 2021/22 am Theater Bielefeld geplant, wie das Haus am Mittwoch mitteilte. Intendant Michael Heicks habe sich persönlich um die Vertonungsrechte bemüht. "Dieser Mammutstoff ist so facettenreich, dass sich eine Opernfassung gepaart mit Elementen aus Schauspiel und Tanz nahezu aufdrängt", sagte er.

Christiane Neudecker, Ketan und Vivan Bhatti

C. Neudecker, K. u. V. Bhatti

Für das Libretto habe man mit Christiane Neudecker eine profunde Kennerin von Döblins Leben und Werk gewinnen können. Für die Autorin ist "Berlin Alexanderplatz" noch lange nicht auserzählt: "In diesem wirkungsmächtigen Roman stecken so viele Aspekte, die zahlreiche Sichtweisen zulassen", erklärte Neudecker. Komponiert wird die Oper von den Brüdern Vivan und Ketan Bhatti.

Döblins Sohn Stephan Döblin unterstütze das Projekt, hieß es. "Mein Vater und ich teilten die Liebe zur Musik. Wir konnten abends für viele Stunden zusammensitzen, um einer Konzertaufnahme zu lauschen", zitierte das Haus aus einem Schreiben. "Ich war begeistert, als das Theater Bielefeld mich um Erlaubnis bat, eine Oper basierend auf 'Berlin Alexanderplatz' zu entwickeln. Ich freue mich sehr darauf, diesen Text endlich in Musik hören zu können."

Der 1929 erschienene Roman "Berlin Alexanderplatz" zählt zu den großen Werken des 20. Jahrhunderts. Das Buch wurde bereits in verschiedenen Bearbeitungen für Schauspiel auf mehreren Bühnen gezeigt.

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(wa)

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