Das Beethoven-Projekt

15. Mai 2012 - 08:05 Uhr

Donnerstag, 17. Mai 2012 / 10:45 – 12:20 Uhr
3sat

Dokumentation (Deutschland 2010) Die Aufführung einer Beethoven-Sinfonie ist auch für ein Spitzenorchester keine ganz einfache Aufgabe. Aber alle neun Sinfonien in Folge zu spielen, dieser Herausforderung stellen sich nur ganz wenige. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen hat es getan: Im Rahmen des Beethovenfestes Bonn 2009 führte sie unter ihrem künstlerischen Leiter Paavo Järvi den kompletten Sinfonien-Zyklus Ludwig van Beethovens innerhalb von vier Tagen auf.

Das Beethoven-Projekt

Für seinen Film "Das Beethoven-Projekt" hat Christian Berger die Deutsche Kammerphilharmonie bei den Proben und Konzerten begleitet. Er führte Interviews mit Järvi sowie den Orchestermitgliedern und hat alles zu einer spannenden Musikdokumentation verbunden. Dabei erzählt der Filmemacher auch die Geschichte eines ungewöhnlichen Orchesters.

Gegründet wurde die Kammerphilharmonie 1980 von einer Gruppe Musikstudenten. Heute ist das Orchester als GmbH organisiert, in der die Musiker alleinige Gesellschafter sind. Für die gelungene Verbindung von Kultur und Unternehmertum wurde die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen 2008 mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichnet. Seit 2007 hat das Orchester seinen Arbeitsmittelpunkt in einer Bremer Gesamtschule, wo es eng mit Schülern und Lehrern zusammenarbeitet.

Der estnische Dirigent Paavo Järvi stammt aus einer Musikerfamilie. Er begann seine musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt Tallin und setzte sie, nachdem die Famillie 1980 in die USA emigriert war, unter anderem bei Leonard Bernstein fort. Heute arbeitet Järvi mit zahlreichen renomierten Orchestern, unter anderem ist er Chefdirigent des HR-Sinfonieorchesters Frankfurt und seit 2004 künstlerischer Leiter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Die Aufnahmen der Beethoven-Sinfonien und die dazugehörige Dokumentation entstanden im Auftrag von DW-TV, dem Auslandsfernsehen der Deutschen Welle. Sie wurden weltweit auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Arabisch gesendet. "Der Film soll auch Zuschauer ansprechen, die sich eher nicht für Klassische Musik interessieren", sagte Rolf Rische von DW-TV. "Garant dafür ist eine Umsetzung auf technisch und ästhetisch höchstem Niveau – informativ, anspruchsvoll und unterhaltend zugleich."

(pt/wa)

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