Europäischer Kirchenmusikpreis an Peteris Vasks

04. Februar 2022 - 10:09 Uhr

Schwäbisch Gmünd/Berlin (MH) – Der lettische Komponist Peteris Vasks erhält den diesjährigen Preis der Europäischen Kirchenmusik. Mit der Auszeichnung ehre man den 75-Jährigen für seine zutiefst spirituellen Werke, teilte die Stadt Schwäbisch Gmünd am Freitag mit. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird im Rahmen des Festivals Europäische Kirchenmusik am 16. Juli verliehen.

Peteris Vasks

Peteris Vasks

Vasks gelte neben Arvo Pärt als der bedeutendste lebende Komponist des Baltikums, hieß es. Seine Chor- Kammer- und Orgelmusik werde weltweit aufgeführt. Geprägt durch das gläubige Elternhaus und die einzigartige Landschaft Lettlands, habe Vasks seinen Weg in die Musik gefunden. "Die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen Natur und Mensch, die Schönheit des Lebens einerseits, aber auch die drohende ökologische und moralische Zerstörung der Welt sind Themen, die er in seinem musikalischen Schaffen aufgreift. So sprechen seine Werke stets aus drängender innerer Notwendigkeit. Vasks’ Musiksprache ist existentiell: Sie ringt um ein Maximum an Ausdruck und trägt die Sehnsucht nach einer friedvollen Welt."

Der Kirchenmusikpreis geht seit 1999 an hochrangige Interpreten und Komponisten für wegweisende Leistungen im Bereich der geistlichen Musik. Er wird in diesem Jahr zum 23. Mal verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Komponisten wie Sofia Gubaidulina und Arvo Pärt, der Tenor Peter Schreier und der Thomanerchor Leipzig, die Dirigenten Hans-Christoph Rademann und Helmuth Rilling sowie zuletzt der US-amerikanische Musikwissenschaftler, Dirigent, Cembalist und Pianist Joshua Rifkin.

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(wa)

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