THADEUSZ – Zu Gast: Daniel Barenboim

12. November 2012 - 08:04 Uhr

Dienstag, 13. November 2012 / 22:15 – 22:45
RBB-Fernsehen

Talksendung (Deutschland 2012) Die Liste seiner Ehrungen und Auszeichnungen ist schier unendlich, doch nicht alle diese Preise hat er allein für seine musikalische Genialität bekommen. Denn der Dirigent und Pianist Daniel Barenboim lebt nicht ausschließlich in der Welt der Musik. Wie kaum ein anderer Künstler von Weltrang setzt er sich für eine Versöhnung im Nahost-Konflikt ein und streitet unnachgiebig über die israelische Besatzungspolitik. Am 15. November feiert der Maestro seinen 70. Geburtstag.

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Bei "THADEUSZ" erzählt Daniel Barenboim, was er von der Musik fürs Leben gelernt hat, er blickt auf 13 Jahre des West-Eastern Divan Orchestra zurück, in dem junge israelische und arabische Menschen gemeinsam musizieren, und er verrät, was ein Dirigent tut, wenn ihn während der Arbeit menschliche Bedürfnisse plagen.

THADEUSZ ist eine klassische Gesprächssendung: Der Moderator unterhält sich in jeder Sendung mit einem einzigen Gast. So entsteht aus dem reinen Frage- und Antwortspiel ein meinungsfreudiger Dialog. Der jeweilige Gast spricht über Sachverhalte, zu denen er eine Meinung und auch wirklich etwas zu sagen hat. Ein Dialog, der dem Zuschauer neue Erkenntnisse auch über prominente Gäste bringt.

1942 als Sohn jüdisch-russischer Einwanderer in Buenos Aires geboren, bekommt Daniel Barenboim mit fünf Jahren seine erste Klavierstunde von der Mutter, später unterrichtet ihn auch der Vater. Zwei Jahre später steht er erstmals auf einer Konzertbühne. Kurz darauf ziehen seine Eltern mit ihm nach Israel. Mit zehn Jahren debütiert er als Solist in Wien und gibt zum ersten Mal in seinem Leben einem Orchester das Tempo vor. Die Karriere des argentinisch-spanisch-israelisch-palästinensischen Musikers Daniel Barenboim führt ihn nach Paris, London, New York, Bayreuth, Chicago, Ramallah und immer wieder nach Berlin, wo er seit 1992 Generalmusikdirektor der Staatsoper ist.

Von der Vielfalt des Seins – Begegnungen mit Daniel Barenboim (22:45 – 00:15 Uhr)

Dokumentation (Deutschland 2002) Das Porträt zeigt den Künstler Daniel Barenboim in all seinen Facetten. Drei Jahre lang hat Autor Paul Smaczny den berühmten Dirigenten und Pianisten begleitet: nach Buenos Aires, seiner Geburtsstadt, nach Berlin, seinem Hauptwohnsitz, nach Chicago, wo Barenboim Chefdirigent war, nach Tel Aviv, wo er seine Jugend verbrachte, und nach Weimar, wo er ein arabisch-palästinensisch-jüdisches Orchester gegründet hat.

Der Film zeigt sowohl die verblüffende musikalische Vielseitigkeit des Mahler-Dirigenten und Tangospielers Daniel Barenboim als auch seine unkonventionelle und offene Haltung zu den politisch-religiösen Konflikten im Nahen Osten.

(pt/wa)

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