Im Prestissimo: Klavieretüden – Eine musikalische Zeitreise

08. Juni 2011 - 09:34 Uhr

Sonntag, 12. Juni 2011 / 22:15 – 23:20 Uhr
BR alpha

(Bild: © vivanote classics)

Etüden, also Übungsstücke – bei den meisten Musikschülern waren und sind sie nicht besonders beliebt. Schuld daran sind weniger die Stücke selbst, die Meister wie Carl Czerny, Frederic Chopin oder Franz Liszt komponiert haben. Die Pianistin Susanne Anatchkova dagegen hat sich schon als Kind für Etüden begeistert. Und als Erwachsene hat sie den Werken sogar ein filmisches Denkmal gesetzt: Sie konzipierte die Dokumentation "Im Prestissimo: Klavieretüden – Eine musikalische Zeitreise". Nicht genug mit der Idee, führte sie auch Regie und trat in Spielszenen als Darstellerin auf. Und natürlich hat sie auch alle Klavierpassagen selbst gespielt.

Von der ersten Idee bis zur Nachbereitung des Films hat die Produktion etwa drei Jahre gedauert. Herausgekommen ist eine fesselnde Zeitreise vom Biedermeier-Salon bis zum Szene-Lokal am Pariser Montparnasse. Die Pianistin Susanne Anatchkova ist ihnen begegnet: Den großen Komponisten der Klavieretüden, deren Genius die brave Fingerübung zur großen Kunstform verwandelte. Ein brillanter Mix aus Spielfilmszenen und visualisiertem Musikerlebnis.

Die Pianistin mit dem bulgarischen Namen stammt aus einer niederbayerischen Musikerfamilie. Susanne Anatchkova studierte künstlerisches Hauptfach Klavier an der Musikhochschule in München bei Prof. Friedemann Berger. Sie konzertiert hauptsächlich solistisch, aber auch kammermusikalisch. Sie nahm mehrere CDs mit Solowerken von Mozart, Chopin, Liszt und Messiaen auf sowie die Klavierkonzerte Tschaikowsky b-moll und Chopin e-moll. 2010 erfolgte eine Gesamteinspielung der Klavieretüden von Pascal Dusapín mit dem Bayerischen Rundfunk.

Im Herbst 2008 stellte Susanne Anatchkova den von ihr konzipierten und produzierten Film "Im Prestissimo – Klavieretüden, eine musikalische Zeitreise" dem Publikum vor. In einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin musik heute hat Susanne Anatchkova Hintergründe über die Entstehung des Films erklärt. Das Interview finden Sie hier.

(wa)

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