"Wie du mich berührst" – Musiktheaterstück mit Bonner Schülern

18. Februar 2013 - 09:01 Uhr

"Wie du mich berührst", schrieb der 21-jährige Johannes Brahms an die 14 Jahre ältere Clara Schumann, während ihr Mann Robert in der Irrenanstalt Endenich lag. Die Dreiecksgeschichte dieser Musiker ergründet das Bonner Netzwerks Musikalische Jugendarbeit ab Dienstag in seinem neuen Musiktheaterprojekt. In einem choreographisch-sängerischen Spaziergang durch unterschiedliche Formen und Inhalte von Liebe singen, tanzen und sprechen junge Menschen für junge Menschen.

Brahms-Phantasien

"Das Leben selbst" hat die romantisch-tragische Dreiecks-Liebesgeschichte geschrieben, die immer wieder Anlass für Spekulationen geboten hat. Was passierte wirklich zwischen dem ungleichen Paar Clara Schumann und Johannes Brahms? Ihren Briefwechsel aus dieser Zeit haben sie fast vollständig verbrannt und im Rhein versenkt. Aber ihre Lieder, vor allem diejenigen von Brahms, sagen beinahe alles über die Dreierbeziehung.

Anhand zahlreicher Quellen hat Solveig Palm eine Liebes-, Lebens- und Leidensgeschichte unter Künstlern dramatisiert, die aus einem originellen Blickwinkel erzählt wird. Brahms und die Schumanns werden selbst zu Bühnenfiguren, erleben und erklären ihre Musik im Kontext ihrer authentischen Biographien. Mit Ausnahme eines Studenten sind alle Darsteller und Tänzer Schüler aus Bonner Schulen.

In der Reihe "JugendMachtMusikTheater" gestalten junge Menschen mit künstlerischer Ambition Musiktheater. Sie erhalten intensives Coaching, Korrepetition, Körper- und Regiearbeit von professionellen Künstlern und beschäftigen sich mit der Lebenswelt der Personen, die dargestellt werden. In Zusammenarbeit mit dem Theater Bonn entsteht ein Kunstwerk mit jungen Menschen, das das große Theater nicht nachahmt, sondern Theater auf eigene Weise definiert.

Das Musiktheaterstück "Wie du mich berührst – Brahms-Phantasien" wird am 19. Februar 2013 um 19.30 Uhr in der Halle Beuel in Bonn uraufgeführt. Wegen des komplizierten Bühnenbildes gibt es nur zwei weitere Vorstellungen, am 24. und 28. Februar. Karten zum Preis von 16,00 Euro (ermäßigt 8,00 Euro) sind über Bonnticket und an allen Vorverkaufsstellen erhältlich.

(wa)

Link:

http://www.ludwigvanb.de/

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