Louis Spohr Wettbewerb lockt junge Geiger nach Weimar

04. März 2013 - 11:48 Uhr

Weimar/Berlin (mh) – Die Weimarer Musikhochschule lädt zum "7. Internationalen Louis Spohr Wettbewerb für Junge Geiger" ein. Vom 28. Oktober bis 08. November 2013 können Musiker in den Alterskategorien bis 14, bis 17 und bis 20 Jahre in einen spannenden Leistungsvergleich treten, teilte die Hochschule am Freitag in Weimar mit. Anmeldeschluss ist der 15. Juli 2013.

Spohr Wettbewerb

Verlangt werden je nach Alter unter anderem Telemann-Phantasien, Solosonaten von Bach und Mozart sowie Paganini-Capricen und einzelne Sätze aus verschiedenen Violinkonzerten. Erstmals spielen die Teilnehmer der Kategorien II und III in der Schlussrunde mit dem Hochschulsinfonieorchester. Unter der Leitung von Prof. Nicolás Pasquet interpretieren sie die Violinkonzerte von Max Bruch und Felix Mendelssohn Bartholdy. Beim Preisträgerkonzert am 08. November in der Weimarhalle spielen die preisgekrönten Teilnehmer solistisch mit der Staatskapelle Weimar.

Zu gewinnen sind Preise und Sonderpreise im Gesamtwert von mehr als 16.000 Euro, darunter Anschlusskonzerte und Rundfunkproduktionen. Über die Gewinner entscheidet eine zehnköpfige, internationale Jury unter Vorsitz von Prof. Friedemann Eichhorn.

Der Louis Spohr Wettbewerb hat sich inzwischen zu einer der international renommiertesten Adressen für den Streicher-Nachwuchs entwickelt. Alle drei Jahre nehmen mehr als 100 Violinisten aus 30 Ländern teil. Frühere Preisträger des Spohr-Wettbewerbs haben heute wichtige Positionen in bedeutenden Orchestern, etwa als Konzertmeister bei der Staatskapelle Dresden, der Deutschen Oper am Rhein, dem Tonhalle-Orchester Zürich oder dem Philharmonia Orchestra London.

Der Namenspatron des Wettbewerbs, Louis Spohr (1784-1859), war der deutsche Paganini, ein wahrer Teufelsgeiger. Zudem komponierte der gebürtige Braunschweiger äußerst schnell. Zwar sind seine fast 300 Werke selten öffentlich zu hören, werden aber umso häufiger privat gespielt. Als Musiker und Kapellmeister in Gotha, Erfurt und Nordhausen schrieb er ein wichtiges Kapitel der Thüringer Musikgeschichte. Als Hofkapellmeister in Kassel genoss er dank seiner "Violinschule" einen hervorragenden Ruf als Musikpädagoge.

(wa)

Link:

http://www.hfm-weimar.de/spohr

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