Im Prestissimo: Klavieretüden – Eine musikalische Zeitreise

27. März 2013 - 09:03 Uhr

Freitag, 29. März 2013 / 23:10 – 00:15 Uhr
BR alpha

Dokumentation (Deutschland 2008) Etüden, also Übungsstücke, waren und sind bei den meisten Musikschülern nicht besonders beliebt. Das ist jedoch weniger die Schuld der Stücke, die Meister wie Carl Czerny oder Frédéric Chopin komponiert haben. Die Pianistin Susanne Anatchkova hat sich schon als Kind für Etüden begeistert. Als Erwachsene hat sie diesen Werken sogar ein filmisches Denkmal gesetzt: Sie konzipierte die Dokumentation "Im Prestissimo: Klavieretüden – Eine musikalische Zeitreise". Damit nicht genug, führte sie auch Regie und trat in Spielszenen als Darstellerin auf. Zudem spielte sie natürlich alle Klavierpassagen selbst.

Szenenfoto

Von der ersten Idee bis zur Nachbereitung des Films dauerte die Produktion etwa drei Jahre. Das Resultat ist eine fesselnde Zeitreise vom Biedermeier-Salon bis zum Szene-Lokal am Pariser Montparnasse. Die Pianistin Susanne Anatchkova ist ihnen begegnet: Den großen Komponisten der Klavieretüden, deren Genius die brave Fingerübung zur großen Kunstform verwandelte. Ein brillanter Mix aus Spielfilmszenen und visualisiertem Musikerlebnis.

Die Pianistin mit dem bulgarischen Namen stammt aus einer niederbayerischen Musikerfamilie. Susanne Anatchkova studierte künstlerisches Hauptfach Klavier an der Musikhochschule in München bei Prof. Friedemann Berger. Sie konzertiert hauptsächlich solistisch, aber auch kammermusikalisch. Sie nahm mehrere CDs mit Solowerken von Mozart, Chopin, Liszt und Messiaen auf sowie die Klavierkonzerte von Tschaikowski in b-Moll und von Chopin in e-Moll. 2010 erfolgte eine Gesamteinspielung der Klavieretüden von Pascal Dusapín mit dem Bayerischen Rundfunk.

(wa)

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