Sir Georg Solti – Für mein Leben habe ich kämpfen müssen

24. April 2013 - 09:03 Uhr

Sonntag, 28. April 2013 / 08:00 – 09:00 Uhr
NDR-Fernsehen

Dokumentation (Deutschland 2012) Sir Georg Solti (1912 – 1997) war einer der herausragenden Dirigenten des 20. Jahrhunderts und gilt international als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Musikwelt. Nur wenige Dirigenten von Weltrang können auf eine derartig von Erfolg gekrönte Karriere zurückblicken wie Sir Georg Solti. Allerdings war sein Lebensweg auch mit großen persönlichen Opfern und Herausforderungen verbunden.

Sir Georg Solti

In dem Film von Georg Wübbolt kommen Interviewpartner zu Wort, die in enger Beziehung zu Sir Georg Solti standen und sehr persönliche Einblicke in dessen Leben gewähren: Lady Valerie Solti, Charles Kaye, Walerij Gergijew, Christoph von Dohnányi, Sir Peter Jonas, Clemens Hellsberg, Ewald Markl, Norman Lebrecht und viele andere.

Solti wuchs als Sohn jüdischer Eltern in Budapest auf. Er studierte Klavier, Komposition und Dirigieren bei Bartók, Dohnányi, Kodály und Leó Weiner an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest. Obwohl er bei seinem Konzertdebüt als Pianist auftrat, wurde er von der Budapester Oper wenig später als Dirigent engagiert.

1937 ernannte Toscanini ihn zu seinem Assistenten für die Salzburger Festspiele. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zwangen die ungarischen Judenpogrome Solti 1939 zur Emigration in die Schweiz, wo er jedoch nicht als Dirigent auftreten durfte. 1946 beauftragte ihn die amerikanische Militärregierung, in München eine Aufführung von Beethovens "Fidelio" zu dirigieren. Nach dem großen Erfolg dieser Darbietung wurde Solti zum Leiter der Münchner Staatsoper ernannt. Weitere Engagements an der Frankfurter Oper und am Royal Opera House in Covent Garden (London) folgten. Trotz schwieriger Bedingungen führte er jedes Haus zur Weltspitze. Danach feierte er Erfolge in Wien, Bayreuth, Berlin.

Schließlich begann Soltis bemerkenswerte Partnerschaft mit dem Chicago Symphony Orchestra (1970 – 1989), mit dem er über 1.000 Konzerte bestritt. Für ihre mehr als 150 Plattenaufnahmen erhielten sie so viele Preise wie sie kaum ein Popstar verzeichnen kann. Sir Georg Solti hinterlässt eine Diskografie mit über 250 Aufnahmen und wurde insgesamt 105 Mal für den "Grammy" nominiert. Und er ist der Künstler, der je die meisten "Grammys" erhalten hat, unabhängig von der Musikrichtung: 31 "Grammys" gingen an ihn persönlich einschließlich eines "Lifetime Achievement Awards", weitere sechs an Techniker (Produktion/Aufnahme). Diesen Rekord hält Solti bis heute.

(pt/wa)

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