Christoph Poppen: Abschied von der Deutschen Radio Philharmonie

15. Juli 2011 - 13:21 Uhr

Sonntag, 17. Juli 2011 / 08:45 + 14:00 Uhr
SWR / SR

Zu seinem Abschied als Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie wird Christoph Poppen im SWR- und SR-Fernsehen noch einmal besonders gewürdigt. Am Sonntag nachmittag wird das letzte gemeinsame Konzert gezeigt, ein Open-Air-Konzert vom 10. Juli 2011 auf der Festung Ehrenbreitstein. Bereits am Vormittag beleuchten die Sender das besondere Engagement Christoph Poppens in einem Konzert für Kinder und einem Porträt des Musikers und Menschen. Christoph Poppen war vier Spielzeiten lang Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern (DRP). Unter seiner Verantwortung waren das SWR Rundfunkorchesters Kaiserslautern und das Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken fusioniert.

Christoph Poppen

Die DRP hat sich unter der künstlerischen Leitung von Christoph Poppen in kurzer Zeit zu einem renommierten Orchester der ARD entwickelt sowie zwei große Auslandstourneen in die Schweiz und nach China unternommen. Das Orchester gastierte in vielen Konzerthäusern Deutschlands und hat mit seinem Chefdirigenten 17 CDs eingespielt, darunter Gesamteinspielungen der Sinfonien von Mendelssohn und Tschaikowsky. Der Brite Karel Mark Chichon folgt Christoph Poppen ab September 2011 als Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie. Christoph Poppen bleibt dem Orchester als Gastdirigent auch in den kommenden Jahren verbunden.

Die Sendungen im Überblick:

08:45 Uhr Benjamin Britten: Orchesterführer für junge Leute

Orchesterführer für junge Leute

Musikunterricht mal anders: Die Deutsche Radio Philharmonie unter Christoph Poppen und der Countertenor Roland Kunz als Moderator zeigen dem Publikum, wie spannend ein Orchester ist. Das machen sie am Beispiel von Benjamin Brittens "The Young Person’s Guide to the Orchestra". Unterhaltsam und spielerisch stellen sie die einzelnen Instrumenten- und Klanggruppen des Orchesters so vor, wie es sonst in keinem Konzert üblich ist: mit Zwischenmoderationen und optisch unterstützt durch verschiedenfarbige T-Shirts für Streicher, Bläser, Bässe etc. Ihre Begeisterung springt auf die 1400 jungen Zuschauer in der Konzerthalle über. Und das kann man nicht nur sehen, sondern auch hören.

09:00 Uhr Musik für junge Ohren: Der wunderbare Mandarin

Anschließend vermittelt Moderator Roland Kunz eines der modernsten Stücke von Béla Bartók "Der wunderbare Mandarin". Es spielt wieder die Deutsche Radio Philharmonie, diesmal aber dirigiert Christian Arming.

10:00 Uhr Mission Orchester

Mission Orchester

Christoph Poppen setzt sich für die Musik und die Musiker in allen Belangen ein. Sein Credo lautet: Miteinander musizieren, ohne Worte miteinander spielen, Brücken schaffen zwischen Musikern und ihren Hörern. Mit diesem Anspruch hat er es als Dirigent und Manager geschafft, ein neues Orchester zu formen. Sein wichtigstes Ziel ist nun das Konzept der Saarphilharmonie, eines eigenen Konzertsaals für die Deutsche Radio Philharmonie.

Welche Voraussetzungen waren für diese innovative Dirigentenkarriere nötig? Wer hat ihn unterstützt auf dem Weg, dem neuen Klangkörper ein inhaltliches Profil zu geben? Wie sieht er seine künstlerische Verantwortung? Welche Perspektiven sieht "der Vereinigungs-Maestro" für das Orchester? Der Film zeigt Christoph Poppen in seinem Wirken als Integrator, Impulsgeber, Visionär und nicht zuletzt als sympathischen Menschen und Musiker.

14:00 Uhr Walzer am schönen Rhein

Walzer am schönen Rhein

Auf der Festung Ehrenbreitstein im Rahmen des Bundesgartenschau verabschiedete sich Christoph Poppen mit populären Operettenmelodien aus Franz Lehárs frivolem Stück "Die lustige Witwe" oder seinem exotisch angehauchten "Das Land des Lächelns". Außerdem gab es Ausschnitte aus der Czárdásfürstin von Emmerich Kálmán und Herzergreifendes wie das Duett "Schenkt man sich Rosen in Tirol" von Carl Zeller oder Schmissiges wie Franz von Suppés Ouvertüre zur Operette "Leichte Kavallerie". Abgerundet wurde das Konzert mit dem Walzer "Wiener Blut" von Johann Strauss und einer Reminiszenz im Dreivierteltakt an den mythischen Fluss unterhalb der Festung Ehrenbreitstein: Den Loreley-Klängen von Johann Strauss Vater. Das Bühnentraumpaar Hanna-Elisabeth Müller (Sopran) und Martin Mitterrutzner (Tenor) zündete dieses Feuerwerk unsterblicher Melodien.

(wa)

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