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Juryvorsitzender Friedemann Eichhorn: "Viele ausgezeichnete junge Talente" beim Louis Spohr Wettbewerb

29. Oktober 2013 - 12:01 Uhr

Weimar/Berlin – Der Internationale Louis Spohr Wettbewerb für Junge Geiger findet in diesem Jahr zum siebten Mal statt. Seit der vierten Auflage 2004 ist Friedemann Eichhorn Vorsitzender der Jury. Dem Urteil des Weimarer Musikhochschulprofessors und seiner Kollegen stellen sich 77 Wettbewerbsteilnehmer.

Friedemann Eichhorn

Frage: Prof. Eichhorn, worin besteht für Sie immer wieder der Reiz am Spohr-Wettbewerb?

Friedemann Eichhorn: Es ist sehr bereichernd, so viele ausgezeichnete junge Talente in kurzer Zeit zu hören und durch den Wettbewerb an einer wichtigen Fördermaßnahme für die junge Geigergeneration mitwirken zu können! Unter den jungen Geigerinnen und Geigern erwarten wir wieder ganz außergewöhnliche Begabungen.

Teilnehmern, die sich nicht für die jeweils nächste Wettbewerbsrunde qualifizieren, bieten wir Auswertungen ihres Spiels in Einzelgesprächen mit den Juroren an. Jeder soll etwas mitnehmen und lernen können, das ist für diesen Wettbewerb essentiell!

Frage: Worauf freuen Sie sich besonders?

Friedemann Eichhorn: Ganz besonders freue ich mich auf die jüngste Kategorie der bis zu 14-Jährigen. Das Wettbewerbsrepertoire ist so gewählt, dass es nicht nur um „geigerische“, virtuose Werke geht. Gerade im Bereich des klassischen Sonatensatzes oder im Barockwerk für Violine solo trifft man immer wieder auf Teilnehmer mit erstaunlicher Reife in Musikalität und Ausdrucksvermögen. Weimar wird in diesem Herbst so etwas wie die Hauptstadt der jungen Geiger sein!

Frage: Welche Bedeutung hat der Namensgeber für den Wettbewerb?

Friedemann Eichhorn: Es ist sein breiter musikalischer Horizont, der unseren Wettbewerb inspiriert. Spohr war eben keinesfalls "nur" Violinvirtuose, sondern umfassend musikalisch gebildet und zu seiner Zeit einer der meist aufgeführten Komponisten. Spohr hatte ein anderes Selbstverständnis als sein großer "Kollege" Paganini. Bei ihm steht der Solist im Vordergrund, Spohr dachte stärker sinfonisch und kammermusikalisch. Letzteres kann man an seinen Duowerken ablesen – wirkliche kleine Schätze! -, die wir als Pflichtstücke in der ersten Wertungsrunde für die Alterskategorien II und III ausgesucht haben.

(Die Fragen stellte Ina Schwanse, Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar.)

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Link:

http://www.hfm-weimar.de/Spohr

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