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Xiaos Weg

07. Januar 2014 - 08:04 Uhr

Mittwoch, 08. Januar 2014 / 22:40 – 00:35 Uhr
ARTE

Spielfilm (China 2002) Der 13-jährige Xiao Chun ist ein Ausnahmetalent auf der Violine. Sein Vater Liu Cheng, ein einfacher Koch in der chinesischen Provinz, träumt vom Erfolg seines Sohnes. Für die musikalische Karriere Xiaos ist er zu jedem Opfer bereit. Also ziehen Vater und Sohn in die Hauptstadt Peking, die geradezu überschwemmt wird von Menschen, die sich dort ihren "Platz an der Sonne" erobern möchten.

Szenenfoto

Szenenfoto

Während Liu Cheng Tag und Nacht arbeitet, findet Xiao Chun in dem kauzigen Jiang einen musikalisch hochbegabten Lehrer. Die Musik ist allerdings nicht Xiao Chuns einziger Lebensinhalt, langsam erwacht sein Interesse an der Frauenwelt. Besonders angetan hat es ihm die kapriziöse, an materiellen Werten interessierte Lili. Durch Xiao Chun erfährt das Mädchen, dass es Wichtigeres gibt als einen schicken Nerzmantel, und so werden die beiden Freunde.

Doch damit ist Liu Cheng überhaupt nicht einverstanden, sein Junge soll sich auf die Musik konzentrieren! Und auch mit dem Lehrer ist Liu Cheng nicht zufrieden, denn Jiang hat keine Verbindungen zum Pekinger Musikbusiness und kann Xiao Chun seiner Meinung nach nicht zu der erhofften Karriere verhelfen. Also sucht der ehrgeizige Liu Cheng einen anderen Lehrer – und findet in dem einflussreichen Musikprofessor Yu den Richtigen. Für Yu ist Musik in erster Linie ein Geschäft, seine Zöglinge werden auf Erfolg getrimmt. Doch mit dieser kühlen, gefühlsarmen Haltung kommt der sensible Xiao Chun nicht zurecht. Vater und Sohn entfremden sich.

Der chinesische Starregisseur Chen Kaige, dem mit dem Melodram "Lebewohl, meine Konkubine" (1993) der internationale Durchbruch gelang, schildert in "Xiaos Weg" (He ni zai yi qi) eine anrührende Vater-Sohn-Geschichte, die auch einen Blick auf das heutige, kapitalistische China, auf den Widerstreit zwischen Moderne und Tradition wirft.

(pt/wa)

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