Musik und Ritual in der jüdischen Religion

29. Januar 2014 - 13:51 Uhr

(mh) – Musik spielt im jüdischen Gottesdienst eine besonders große Rolle, kaum ein Element des Rituals wird nicht musikalisch gestaltet. Über "Musik und Ritual in der jüdischen Religion" spricht Prof. Jascha Nemtsov am Donnerstag in einer öffentlichen Ringvorlesung des Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena.

Prof. Dr. Jascha Nemtsov

Prof. Dr. Jascha Nemtsov

In dem Vortrag geht es um die jüdische liturgische Musik, die sich im ständigen Spannungsfeld zwischen den natürlichen ästhetischen Bedürfnissen der Beter einerseits und dem ethischen Auftrag andererseits entwickele, „der die jüdische Religion generell kennzeichnet und der auch die Musik wesentlich prägt“, wie Nemtsov sagt. "Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Verbindung der traditionell festgelegten musikalischen Formen mit Elementen der Improvisation", so der neue Weimarer Professor für die Geschichte der jüdischen Musik.

Der aus dem sibirischen Magadan stammende Pianist und Musikwissenschaftler Jascha Nemtsov ist Mitglied des Instituts für Jüdische Studien an der Universität Potsdam und Akademischer Studienleiter des Kantorenseminars des Abraham Geiger Kollegs. Seine wissenschaftlichen Arbeiten konzentrieren sich auf jüdische Musik und jüdische Komponisten im 20. Jahrhundert. Zum Sommersemester 2013 wurde Nemtsov an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar berufen. Als Pianist konzertiert Nemtsov solo und in verschiedenen Kammermusikformationen in Europa, Israel, den USA, Kanada und Russland. Zudem hat er rund 30 CDs mit zahlreichen Weltersteinspielungen aufgenommen.

Die öffentliche Ringvorlesung "Musik – Kultur – Ritual" beginnt am Donnerstag, 30. Januar um 18:00 Uhr im Hörsaal A der Bauhaus-Universität Weimar (Marienstraße 13C) statt. Der Eintritt ist frei.

(wa)

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http://www.hfm-weimar.de

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