Janine Jansen spielt Benjamin Brittens Violinkonzert d-Moll

14. Februar 2014 - 09:05 Uhr

Sonntag, 16. Februar 2014 / 18:30 – 19:15 Uhr
ARTE

Musik (Deutschland 2010) Die niederländische Geigerin Janine Jansen ist seit 1997 ständiger Gast in den großen Konzertsälen der Welt. Sie vereint in allerhöchstem Maße die wichtigsten Eigenschaften einer Solistin: Virtuosität, Ausdruckskraft und Charme. ARTE zeigt das Violinkonzert in d-Moll von Benjamin Britten, das die Solistin unter der Leitung des Dirigenten Paavo Järvi im Mai 2010 in der Alten Oper Frankfurt gegeben hat.

Janine Jansen

Janine Jansen

Jansens Karriere hat seit ihrem Amsterdamer Debüt 1997 einen gewaltigen Sprung gemacht. Mittlerweile tritt sie gemeinsam mit international renommierten Orchestern auf. Sie gewann zahlreiche Preise, darunter den ECHO Klassik 2006 für ihre Vivaldi-Aufnahme, 2007 für ihr Mendelssohn-Album und 2013 für die Kammermusik-Einspielung des Jahres sowie 2007 den NDR-Musikpreis für herausragende künstlerische Leistungen. Janine Jansen spielt auf einer Stradivari-Violine, der sogenannten Barrere-Stradivari, von 1727.

Der überzeugte Pazifist Benjamin Britten vollendete das Violinkonzert in d-Moll im Jahr 1939. Spanische Rhythmen erinnern an das Ende des Spanischen Bürgerkriegs. Aber auch die politisch bedrohliche Lage vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs hielt Einzug in dieses einst von großen Geigern als nahezu unspielbar eingestufte Werk.

Britten, der sich zwar bei zeitgenössischen Strömungen stilistisch bediente, aber keiner gängigen Schule angehören wollte, wirkt heute musikalisch frisch und modern, fast zeitlos. Seine wagemutigen, keineswegs nur im atonalen Bereich angesiedelten Dur/Moll-Sprünge, die üppigen Melodien und überraschenden Rhythmen fügen sich gerade in diesem Violinkonzert spannend zusammen. Das kompositorische Bravourstück wurde 1940 in New York uraufgeführt.

(pt/wa)

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