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Sophie Karthäuser und das Orfeo Barockorchester

14. März 2014 - 09:31 Uhr

Sonntag, 16. März 2014 / 18:30 – 19:15 Uhr
ARTE

Musik (Deutschland 2013, Erstausstrahlung) Die belgische Sängerin Sophie Karthäuser und das L’Orfeo Barockorchester unter Leitung seiner Mitbegründerin Michi Gaigg zählen aktuell zu den führenden Interpreten der historisch informierten Aufführungspraxis. Als vielfach preisgekrönte Spezialisten für die Musik des 18. Jahrhunderts haben sie bei den Schwetzinger Festspielen 2013 ein vielversprechendes Programm mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und André-Ernest-Modeste Grétry geboten.

Sophie Karthäuser

Sophie Karthäuser

Als Schöpfer von über 60 Bühnenwerken war Grétry neben Gluck einer der einflussreichsten Pariser Komponisten seiner Zeit – zu Recht, war es dem Anhänger Rousseaus doch gelungen, die traditionelle französische Deklamation mit frischer italianità und Sanglichkeit zu verbinden. Sein auf unmittelbare dramatische Wirkung und Natürlichkeit des Ausdrucks gerichtetes Komponieren gelangte in der Ballettkomödie "Zémire et Azor" erstmals zur Vollendung und garantierte Grétry triumphalen, dauerhaften und internationalen Erfolg. Grétrys Richard-Löwenherz Oper hatte für die französische musikalische Komödie eine Bedeutung, die derjenigen von Mozarts "Entführung aus dem Serail" für den deutschsprachigen Bereich durchaus vergleichbar ist, indem sie dem "leichten" Genre zuvor ungekannte kompositorische Geschlossenheit und Tiefe verlieh.

Das Konzert wurde am 7. Juni 2013 im Rokokotheater im Schloss Schwetzingen aufgezeichnet. Das Programm im Überblick:
– Wolfgang Amadeus Mozart, Symphonie Nr. 21 A-Dur KV 134 (August 1772);
–  André-Ernest-Modeste Grétry, Ausschnitte aus "Zémire et Azor" (Ouverture Allegro, Ariette "Rose cherie" [Zémire], Air "La Fauvette" [Zémire]), (UA: Fontainebleau, 9. November 1771), Libretto von Jean-François Marmontel, nach Pierre-Claude Nivelle de La Chaussée "Amour par amour" (1742), basierend auf dem Volksmärchen "La Belle et la Bête" (Die Schöne und das Biest) in der Fassung von Gabrielle-Suzanne de Villeneuve;
– André-Ernest-Modeste Grétry, Ouvertüre aus "Le Jugement de Midas" / Das Urteil des Midas (UA: Paris, Théâtre du Palais-Royal, 28. März 1778);
– Air "Je crains de lui parler la nuit" (Laurette aus: "Richard Coeur-de-lion" (UA: Paris, Comédie-Italienne, 21. Oktober 1784), Libretto von Michel-Jean Sedaine

Sophie Karthäuser studierte mit der Unterstützung des British Council und der belgischen Talentförderung an der Guildhall School of Music and Drama bei Noelle Barker. Sie hat mit zahlreichen renommierten Ensembles und Orchestern wie The Academy of Ancient Music, Les Arts Florissants, La Petite Bande, Les Folies Françoises, Akademie für Alte Musik, Freiburger Barockorchester und Gewandhausorchester Leipzig und mit Dirigenten wie Louis Langrée, Kent Nagano, William Christie, René Jacobs, Marc Minkowski, Kazushi Ono, Christian Zacharias, Thomas Hengelbrock, Nikolaus Harnoncourt, Jérémie Rhorer und Riccardo Chailly gearbeitet. In der Gattung Liedgesang gehört Sophie Karthäuser zur internationalen Elite. Die Sopranistin gab Liederabende an den Opernhäusern in Brüssel, Antwerpen, Lille, Nantes, Straßburg, Bordeaux, Frankfurt und im Palais des Beaux-Arts Brüssel, in der Philharmonie Köln und der Carnegie Hall New York mit Pianisten wie Graham Johnson, Eugene Asti, David Lively und Cédric Tiberghien.

(pt/wa)

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