Musikfestival "Heidelberger Frühling" erzählt "Parallelgeschichten"

14. März 2014 - 08:34 Uhr

(mh) – Das Musikfestival "Heidelberger Frühling" startet am Samstag in seine 18. Saison. Herausragende Künstler, eine Festival-Akademie, mehrere Ko- und Eigenproduktionen sowie neue Konzertformate prägen das Programm mit über 100 Veranstaltungen. Unter der Überschrift "Parallelgeschichten" richtet das Festival bis zum 12. April den Blick auf die Zeit der anbrechenden Moderne um 1900 und stellt Bezüge zur Gegenwart her.

SWR Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg

SWR Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg

"Der 'Heidelberger Frühling' versteht sich als Impulsgeber für Künstler und Publikum", sagte Festivalintendant Thorsten Schmidt. "Musikinteressierten bieten wir beim ‘Frühling’ einen Rahmen für inhaltliche Auseinandersetzung, eine Möglichkeit, ein tieferes Verständnis von und für Musik zu entwickeln. Und Künstler finden in Heidelberg Gestaltungsfreiräume."

Eröffnet wird das Festival vom SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg unter der Leitung von François-Xavier Roth. Neben großen klassischen Konzerten, etwa mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra und dem Dirigenten Andris Nelsons, finden sechs Uraufführungen von Auftragswerken des Festivals statt. Dazu gehört unter anderem das Violinkonzert "Jauchzende Bögen" des US-Amerikaners David Fulmer, gespielt von seinem Landsmann Stefan Jakiw und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Matthias Pintscher. Eine Neuproduktion des "Frühlings" ist auch "The loss of innocence" in Kooperation mit John Neumeiers Bundesjugendballett.

Die jugendlichen "Classic Scouts" des "Heidelberger Frühlings" bieten für Gleichaltrige Konzerteinführungen, Proben- und Backstage-Besuche bei den Künstlern sowie ein eigenes Konzert. Der Abend wird von den 14- bis 21-Jährigen komplett in Eigenregie realisiert, von der Organisation über die Bewerbung bis zur Moderation. Auch die Musiker stammen aus den eigenen Reihen.

Classic Scouts

Classic Scouts

Die Festival Akademie verbindet in ihrem vierten Jahrgang erstmals die Akademiebereiche Kammermusik und Komposition. Auf fünf Tage hinter verschlossenen Türen folgt eine Woche öffentliches Programm, bei dem das Publikum Entstehungsprozesse miterleben kann, die sonst verborgen bleiben. Neben Werken von Schönberg, Schumann und Beethoven werden vier Auftragswerke von jungen Stipendiaten des Festivals erarbeitet, diskutiert und uraufgeführt.

Im Rahmen der Festival Akademie erhält ein junger Komponist den mit 2.000 Euro dotierten Publikumspreis. Darüber hinaus vergibt das Festival zum zweiten Mal den "Musikpreis des Heidelberger Frühling". Dieser ist mit 10 000 Euro dotiert und geht in diesem Jahr an eine Persönlichkeit aus dem Bereich des Musikjournalismus.

Die Lied Akademie unter der Künstlerischen Leitung von Thomas Hampson widmet sich dem Werk von Richard Strauss und seinen Zeitgenossen. Als Dozenten richten der Bariton Thomas Quasthoff, die Mezzosopranistin Brigitte Fassbaender und der Pianist Wolfram Rieger mit den Stipendiaten ihre Aufmerksamkeit auf die dem Kunstlied eigene wechselseitige Durchdringung von Lyrik und Musik. Vertieft wird dieser Ansatz durch Vorträge von Referenten aus den Musik- und Literaturwissenschaften, auch diese offen für das Publikum.

Das komplette Festival-Programm ist unter www.heidelberger-fruehling.de abrufbar. Karten sind online, telefonisch (06221/5840044) und an allen bekannten Vorverkaufskassen erhältlich.

(wa)

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