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Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker – Live von den Osterfestspielen Baden-Baden 2014

17. April 2014 - 08:02 Uhr

Sonntag, 20. April 2014 / 18:00 – 20:00 Uhr
ARTE

Konzert (Live-Übertragung) Live aus dem Festspielhaus Baden-Baden: Wenn Sol Gabetta bei den Osterfestspielen in Baden-Baden die Bühne betritt, wird ein langgehegter Traum Wirklichkeit: Die argentinisch-französische Cellistin russischer Abstammung feiert ihr Debüt mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Sir Simon Rattle.

Sol Gabetta

Sol Gabetta

Auf dem Programm des Konzerts stehen "Atmosphères" von György Ligeti, das Vorspiel zum Ersten Akt der Oper "Lohengrin" von Richard Wagner, Edward Elgars Violoncellokonzert e-Moll op.85 und Igor Strawinskys "Le Sacre du Printemps".

Wo Sol Gabetta auftritt, zieht sie das Publikum mit ihrem passionierten Spiel in den Bann. Große Stil- und Repertoireflexibilität zeichnet sie aus. Für ihre mittlerweile umfangreiche Diskografie hat die Cellistin bereits drei ECHOs und einen Gramophone Award erhalten. Ihr weites musikalisches Spektrum zeigt sich im Repertoire ihrer Aufnahmen: von Vivaldi-Konzerten auf Barockcello über die Klassik-Konzerte von Haydn und Hofmann bis hin zu den romantischen Meisterwerken von Elgar, Saint-Säens und Schostakowitsch.

Elgars Violoncellokonzert ist ein bekenntnishaftes Werk, eine Musik des Abschieds – voll Wehmut und Nostalgie. Als Elgar es 16 Jahre vor seinem Tod in einer Zeit unaufhaltsamer persönlicher Verluste komponierte, lag über Europa der "grauenvolle Schatten" des Ersten Weltkriegs, den der britische Komponist als deprimierenden Niedergang seiner Epoche empfand. Sol Gabetta, die Elgars Violoncellokonzert bereits auf CD eingespielt hat, ist mit jenem berühmten Stück im Baden-Badener Festspielhaus zu Gast. Schließlich ist der sonore, stets kantable Klang, den die Virtuosin ihrem Guadagnini-Cello von 1759 zu entlocken weiß, geradezu prädestiniert für Elgars melodiengesättigtes, spätromantisches Alterswerk.

Auf dem weiteren Programm steht neben Wagners ätherischem Lohengrin-Vorspiel auch György Ligetis revolutionäres Orchesterstück "Atmosphères" – eine Musik, bei der alle Stimmen "zu einer zarten Klangwolke verschmelzen" (Ligeti) und die als Soundtrack zu Stanley Kubricks berühmter Science-Fiction-Parabel "2001 – Odyssee im Weltraum" ihren Weg zu einem breiten Publikum gefunden hat. Am Ende des Abends erklingt mit Igor Strawinskys "Le Sacre du Printemps" eine mitreißende Komposition, in der das rhythmisch-perkussive Element gleichberechtigt neben die traditionellen Bereiche Melodik und Harmonik tritt.

Ihre internationale Karriere begann Sol Gabetta 2004, als sie den renommierten Crédit Suisse Young Artist Award gewann, eine der höchst dotierten Auszeichnungen für junge Musiker. Die Preisträgerkonzerte im gleichen Jahr mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Waleri Gergijew öffneten Sol Gabetta die Türen in die internationale Musikwelt.

(pt/wa)

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