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"Der Zauberlehrling" und "Les nuits d’été" – hr-Sinfonieorchester

09. Mai 2014 - 10:58 Uhr

Sonntag, 11. Mai 2014 / 18:30 – 19:15 Uhr
ARTE

Musik (Deutschland 2013, Erstausstrahlung) Einen magisch-pathetischen Abend mit Paul Dukas' origineller Orchesteradaption des Goethe-Gedichts "Der Zauberlehrling" gestalten der französische Dirigent Lionel Bringuier und das hr-Sinfonieorchester. Gemeinsam mit der französischen Sopranistin Véronique Gens stellen sie zudem den Orchesterliedzyklus "Les nuits d’été" von Hector Berlioz vor, ein Werk voller Klangbilder und Poesie auf sechs Gedichte des großen französischen Schriftstellers und Bohemiens Théophile Gautier.

Lionel Bringuier,  Véronique Gens

Lionel Bringuier, Véronique Gens

"Hat der alte Hexenmeister / Sich doch einmal wegbegeben! / Und nun sollen seine Geister / Auch nach meinem Willen leben." Lange vor Harry Potter hatte bereits ein emsiger Zauberlehrling mit den Tücken des magischen Objekts zu kämpfen. Johann Wolfgang von Goethe dichtete die Ballade, die der französische Komponist Paul Dukas dann in Musik setzte – und zwar derart genau mit dem Text abgestimmt, dass man beim Hören geradezu mitlesen könnte. Der verhexte Besen, der mehr Wasser herbeischleppt als die Badewanne fassen kann, und des Zauberlehrlings vergebliches Ringen mit der Formel, den Spuk zu beenden: "What you read is what you hear." Der komische Elan und der reizvolle Schwung machten Dukas' Zauberlehrling zu einem der beliebtesten Virtuosenstücke der Orchesterliteratur; auch Walt Disney verewigte ihn in dem berühmten Zeichentrickfilm "Fantasia".

Magisch geht es auch in Berlioz' "Sommernächten" zu, den Liedern im Halbschatten zwischen Traum und Wirklichkeit. Die 1966 geborene französische Sopranistin Véronique Gens hat schon sehr früh als exzellente Sängerin speziell im barocken Repertoire auf sich aufmerksam gemacht. Véronique Gens gilt darüber hinaus als eine der führenden Mozart-Sängerinnen der Gegenwart. Der auch als Cellist ausgebildete junge französische Dirigent Lionel Bringuier machte erstmals 2005 als Gewinner des Dirigentenwettbewerbs von Besançon international auf sich aufmerksam und gab bereits mit 23 Jahren sein Debüt bei den berühmten BBC Proms in der Londoner Royal Albert Hall. Der designierte Chefdirigent des renommierten Tonhalle-Orchesters Zürich (ab 2014/15) sammelte zuvor sechs Jahre lang wertvolle Erfahrungen unter Esa-Pekka Salonen und Gustavo Dudamel als Resident Conductor beim Los Angeles Philharmonic.

(pt/wa)

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