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Carolin Widmann erhält Schneider-Schott-Musikpreis

26. Juni 2014 - 18:16 Uhr

Mainz/Berlin (mh) – Die Geigerin Carolin Widmann erhält den diesjährigen Schneider-Schott-Musikpreis. Ausgezeichnet werde eine Künstlerin, die ihre internationale Karriere und Reputation auf die Interpretation zeitgenössischer Musik gründet, teilte der Verlag Schott Music am Mittwoch in Mainz mit. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird ihr am 11. November 2014 in einem Konzert mit dem Staatsorchester Mainz überreicht.

Carolin Widmann

Carolin Widmann

In ihren Auftritten präsentiere Widmann regelmäßig Werke lebender Komponisten auf höchstem Niveau, als Solistin, Kammermusikerin oder in Zusammenarbeit mit großen Orchestern und Dirigenten. Bedeutende Kompositionen wie von Morton Feldman oder György Kurtág "wurden erst durch ihre regelmäßigen Aufführungen und ihre unvergleichlichen Interpretationen einem breiten Publikum bekannt", hieß es in der Jurybegründung. Die 1976 in München geborene Geigerin verbinde spielend Leidenschaft und Subtilität. Sie bringe die strukturellen Details und die Emotionalität eines Werks zum Vorschein und erlaube sich äußerste Zurückhaltung ebenso wie robustes Zupacken.

Carolin Widmann arbeitet mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Riccardo Chailly oder Sir Roger Norrington zusammen und tritt mit Klangkörpern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestre National de France und dem Tonhalle-Orchester Zürich auf. Seit 2006 ist sie Professorin für Violine an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig.

Zusätzlich übernahm sie 2012 die Leitung der Sommerlichen Musiktage Hitzacker. Das Festival steht in diesem Jahr unter dem Motto "Tanz!". Das Programm vom 26. Juli bis 03. August bewegt sich durch verschiedene Epochen vom Barock- und Renaissancetanz bei Johann Sebastian Bach oder Georg Pisendel, über Camille Saint-Saëns' "Danse Macabre" und Maurice Ravels dekadenten Walzer-Abschied in "La Valse", bis zu Franz Schrekers Ensemblestück für Ausdruckstanz oder Wolfgang Rihms "Ländler", geschrieben für Klavier.

Das Bundesjugendballett tanzt John Neumeiers Choreografie zu Beethovens Streichquartett op. 130. Und freie Ensemblemitglieder der Tanz-Compagnie Sasha Waltz aus Berlin improvisieren live zur Musik von Pierre Boulez. Neu bei den "Sommerlichen“ sind diesmal "Late Night Lounge"-Programme zu später Stunde und Pre-Concerts mit begabten jungen Musikern der Festival-Akademie. Außerdem gibt es musikalische Betreuung für kleine und Konzerteinführungen für große Kinder.

(wa)

Links:

http://www.schott-musik.de
http://www.musiktage-hitzacker.de

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