Auf den Spuren von Franz Liszt

01. August 2014 - 08:31 Uhr

Sonntag, 03. August 2014 / 01:05 – 02:00 Uhr
ARTE

Dokumentation (Frankreich 2011) Franz Liszt (1811-1886) sagte einmal, man solle sein Leben nicht aufschreiben, sondern es sich vorstellen. Von dieser Aussage ließ sich Judit Kele bei ihrem Film über den Pianisten und Komponisten leiten. Im Mittelpunkt stehen Liszts Jugendjahre bis 1861. Die Dokumentation rekonstruiert die Atmosphäre der literarisch-musikalischen Salons, in denen sich der junge Liszt mit seinem Freund Chopin hervortat. Dort verkehrten auch Balzac, Hugo, Lamartine, Sand, Musset und andere Persönlichkeiten der Romantik.

Auf den Spuren Liszts

Auf den Spuren Liszts

Adrienne Krausz und Muza Rubackyté, zwei Pianistinnen mit einer Vorliebe für Liszt, lassen anhand von Grafiken, Gemälden und Fotos der Zeit das Leben des Virtuosen Revue passieren und erzählen die Geschichte seiner Familie, Freunde und Rivalen. Es geht um das Wunderkind Liszt, den faszinierenden Interpreten, den Lehrer und Musiktheoretiker, den produktiven Komponisten und gläubigen Christen – und nicht zuletzt auch um den Frauenliebhaber und Liebling der Frauen.

Liszt kommt auch selbst zu Wort – in Zitaten aus seinem umfangreichen Briefwechsel, vor allem mit der Gräfin Marie d’Agoult. Zudem wird aus von Liszt verfassten Zeitungsartikeln und Essays zitiert, beispielsweise seinen auf Französisch geschriebenen "Lettres d’un bachelier ès musique".

Schließlich erklingt in dem Film viel Musik. Zu hören sind "Liebesträume" und "La Campanella", der "Mephisto-Valse", der von Krausz und Rubackyté selbst gespielt wird, sowie Auszüge aus der "Dante-Symphonie", der "Faust-Symphonie" und dem "Magnificat" seiner Missa Solemnis.

(pt/wa)

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