Lorin Maazel: Verdis Requiem

15. August 2014 - 12:51 Uhr

Sonntag, 17. August 2014 / 17:35 – 19:15 Uhr
ARTE

Konzert (Deutschland/Italien 2007) Die Symphonica Toscanini unter der musikalischen Leitung von Lorin Maazel spielt die "Messa da Requiem" von Giuseppe Verdi an einem denkwürdigen Ort, dem Markusdom in Venedig mit seinen faszinierenden Goldmosaiken. Hier hat Musik eine lange Tradition: Namen wie Claudio Monteverdi, Adrian Willaert oder Giovanni Gabrieli sind mit dem eindrucksvollen Sakralbau eng verbunden. ARTE zeigt eine Aufzeichnung vom 16. und 17. November 2007 als Hommage an den kürzlich verstorbenen Dirigenten.

Lorin Maazel

Lorin Maazel

Es beginnt mit schwebenden Stimmen und mit leisen Streicherklängen. Und dann bricht das Jüngste Gericht mit einer solchen Wucht über die Zuhörer ein, dass schnell klar wird, warum die "Messa da Requiem" von Giuseppe Verdi zu den eindrucksvollsten Sakralwerken der Musikgeschichte gehört. Bis dahin hatte Verdi eine Oper nach der anderen komponiert, gerade die "Aida" fertiggestellt, aber mit der katholischen Kirche wollte er wenig zu tun haben.

Doch der Tod des italienischen Nationaldichters Manzoni hatte ihn so schwer getroffen, dass er nicht einmal fähig war, dessen Beerdigung beizuwohnen. Stattdessen schuf er eine grandiose Totenmesse, in der dann überall der Opernkomponist zu hören ist. Sehr effektvoll nutzt Verdi die erprobten Bühnenmittel, um den Text der katholischen Totenmesse mit großer Inbrunst, Andacht und Theatralik zu füllen. Die Angst vor der Apokalypse und die Hoffnung auf Erlösung verbinden sich zu einem beeindruckenden, sehr emotionalen Musikstück.

Ein ganz besonderes Ereignis ist die Aufzeichnung des Requiems aus der Basilica di San Marco, dem Markusdom in Venedig. Die Kirche mit den berühmten Goldmosaiken ist nicht nur ein Magnet für die Touristen, die hier täglich in langen Schlangen zur Besichtigung anstehen, sondern hat auch eine große musikalische Tradition. Namen wie Claudio Monteverdi, Adrian Willaert oder Giovanni Gabrieli sind eng mit der Geschichte des Markusdoms verbunden. Alle diese Künstler haben die Kirche bereits als Klangbühne benutzt.

(pt/wa)

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