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Nachwuchsmusiker Tianwa Yang und Igor Levit erhalten Jahrespreise der Schallplattenkritik

26. November 2014 - 10:45 Uhr

Bonn/Berlin (mh) – Die Nachwuchskünstler Tianwa Yang und Igor Levit erhalten den Jahrespreis vom Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK). Die Geigerin und der Pianist zählen zu den zwölf Gewinnern, die der Kritikerverein am Dienstag bekanntgab. Der Jahrespreis ist neben der "Nachtigall" und dem "Ehrenpreis" die höchste Auszeichnung, die der PdSK zu vergeben hat.

Tianwa Yang

Tianwa Yang

Tianwa Yang überzeugte die Jury mit ihrer Gesamtaufnahme der Werke von Pablo de Sarasate. Die Edition werfe ein neues Licht auch auf das unbekannte Schaffen des legendären spanischen Geiger-Komponisten. Die 1987 geborene Künstlerin meistere mit phantastischer Virtuosität und spielerischer Leichtigkeit jede technische Herausforderung. "Letztlich sind es vor allem aber die natürliche Musikalität der jungen Virtuosin, ihr Temperament und sicheres Gefühl für das spanische Kolorit, die diese Sarasate-Lesart zum Erlebnis werden lassen", urteilten die Juroren.

Mit der Neueinspielung der fünf letzten Klaviersonaten von Beethoven lieferte der 27-jährige Igor Levit sein Plattendebüt. Der zur Meisterschaft gereifte junge Künstler fasziniere durch hellsichtige Musikalität und eine superbe Gestaltungskunst, erklärte die Jury. Sein Vortrag spanne "einen riesigen Bogen, von innigsten Empfindungen bis hin zu leidenschaftlichen Eruptionen". Levit knüpfe "an den legendären Geniestreich Artur Schnabels im letzten Jahrhundert an und setzt zugleich einen aktuellen Meilenstein der Beethoven-Interpretation im 21. Jahrhundert".

Weitere Jahrespreise gehen unter anderem an das Trio Zimmermann für sein Album mit frühen Beethoventrios, Christophe Rousset und Les Talens Lyriques für ihre Einspielung der Oper "Phaéton" von Jean-Baptiste Lully, Paul van Nevel und das Huelgas Ensemble für die Wiederentdeckung von Claude Le Jeune sowie die Neuen Vocalsolisten Stuttgart und das SWR Vokalensemble für ihre Einspielung der Wölfli-Kantata von Georges Aperghis.

(wa)

Link:

http://www.schallplattenkritik.de

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