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Otello – Salzburger Festspiele 2008

16. Januar 2015 - 08:30 Uhr

Samstag, 17. Januar 2015 / 20:15 – 22:45 Uhr
3sat

Oper (Österreich 2008) Verdis "Otello" ist sowohl expressive Oper, als auch intimes Drama. Im Kern macht das Bühnenwerk zwei zerstörerische Emotionen sichtbar: Eifersucht und Neid. In diesen Fallstricken der menschlichen Seele verfangen sich drei Außenseiter der venezianischen Gesellschaft: Otello, der als Fremder eine exponierte Stellung zu verteidigen hat, Desdemona, die sich eigenwillig gegen tradierte gesellschaftliche Regeln wendet, und Jago, dem jedes Mittel recht ist, um zum begehrten Ansehen zu kommen. In dieser Welt voller Selbstzweifel, Begierden und Verletzbarkeit sind die drei Protagonisten einander bis zum tödlichen Ende ausgeliefert.

Marina Poplavskaya

Marina Poplavskaya

Mit keinem anderen Dichter hat sich Giuseppe Verdi (1813-1901) so intensiv auseinandergesetzt wie mit William Shakespeare. Was ihn an dem englischen Dramatiker faszinierte, war das differenzierte Ausloten der menschlichen Seele. Die Uraufführung seines "Otello" am 5. Februar 1887 in der Mailänder Scala gipfelte in einem unbeschreiblichen Triumph. Den unaufhaltsamen Sog ins Verderben vollzieht Verdis Musik bis ins Kleinste nach. Gerade sie offenbart die Abgründe egoistischen Denkens, die Abhängigkeit des Individuums von Anerkennung und die Angst vor Einsamkeit und Tod.

Die Neuinszenierung des "Otello" bei den Salzburger Festspielen 2008 wurde von Stephen Langridge in Szene gesetzt. Seit den 1990er Jahren hat sich der britische Regisseur mit zahlreichen außergewöhnlichen Arbeiten an internationalen Bühnen einen Namen gemacht.

Rollen und Darsteller: Otello (Aleksandrs Antonenko), Desdemona (Marina Poplavskaya), Jago (Carlos Álvarez), Emilia (Barbara Di Castri), Cassio (Stephen Costello), Rodrigo (Antonello Ceron), Lodovico (Mikhail Petrenko), Montano (Simone Del Savio). Weiterhin
singen und spielen der Salzburger Festspiele-Kinderchor, die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor und die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Riccardo Muti (italienisch mit deutschen Untertiteln).

(pt/wa)

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