Kunstpreis "Praemium Imperiale" an Dirigent Blomstedt

08. September 2026 - 12:30 Uhr

Berlin (MH) – Der schwedische Dirigent Herbert Blomstedt wird mit dem diesjährigen "Praemium Imperiale" geehrt. Das teilte der Repräsentant der Japan Art Association, Klaus-Dieter Lehmann, am Dienstag in Berlin mit. Die Auszeichnung gilt als der weltweit wichtigste Kunstpreis und wird in den Sparten Malerei, Skulptur, Architektur, Musik und Theater/Film verliehen.

Herbert Blomstedt

Der 99 Jahre alte Blomstedt werde für die Tiefe und Ausgewogenheit seiner Interpretationen verehrt, hieß es in der Begründung. "Selbst in seinem zehnten Lebensjahrzehnt dirigiert er international führende Orchester mit ungebrochener Energie, Vitalität und Werkseinsicht. Seine Konzerte zeugen von der seltenen Fähigkeit, bekannte Partituren mit neuer Frische und Weisheit zu beleuchten.

Weitere Preisträger des Praemium Imperiale 2026 sind die australisch-US-amerikanische Schauspielerin Cate Blanchett, die US-amerikanische Konzeptkünstlerin Jenny Holzer, der britische Künstler Andy Goldsworthy und der US-amerikanische Architekt Daniel Libeskind. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 15 Millionen Yen (rund 80.500 Euro) dotiert. Sie werden im Oktober in Tokio durch das japanische Kaiserhaus verliehen.

Die diesjährigen Preisträger seien mit ihrem Werk in Aufführung, Ausstellung und Rezeption international ebenso wie in Deutschland und Berlin präsent und prägend. "Zunehmend wird die Kunstfreiheit durch staatliche Einflussnahme, Zensurvorschriften und gesellschaftliche Polarisierung gefährdet. Dabei ist die Freiheit der Kultur das Fundament einer demokratischen Gesellschaft", sagte Lehmann. "Die ausgewählten Künstler zeigen uns, wie die Kulturen in und trotz ihrer Unterschiedlichkeit friedliche Kooperation stützen und Denkhorizonte erweitern können – ein Prozess der Selbstvergewisserung und -befragung als Angebot für die Welt."

Der mit fünf Millionen Yen (rund 27.000 Euro) dotierte Nachwuchspreis "Grant For Young Artists" geht an La Source Garouste. Die französische Initiative fördere sozial benachteiligte Kinder durch Angebote für Kunst und Kreativität, hieß es.

Der 1988 begründete Praemium Imperiale wurde seit 1989 an 185 Künstler aus mehr als 35 Nationen verliehen.

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(wa)

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http://www.praemiumimperiale.org/en

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