Wien/Berlin (MH) – Beim Österreichischen Musiktheaterpreis 2026 sind die Salzburger Festspiele und die Volksoper Wien je drei Mal ausgezeichnet worden. Ehrungen in je zwei Kategorien gingen am Dienstag an die Wiener Staatsoper und das Tiroler Landestheater Innsbruck. Insgesamt wurden Jurypreise in 14 Kategorien sowie vier Sonderpreise vergeben.
Die 14. Verleihung des Österreichischen Musiktheaterpreises fand in der Votivkirche Wien statt. Der heurige Jahrgang zeige "einmal mehr die enorme künstlerische Bandbreite und Qualität, die unser Land auf den Bühnen zu bieten hat", erklärte Initiator und Präsident Karl-Michael Ebner. "Von den großen Häusern in Wien und Salzburg bis zu mutigen Produktionen abseits des Mainstreams freuen wir uns sehr, jene kreativen Menschen zu würdigen, die das Musiktheater in Österreich lebendig halten."
Den Preis für die Beste Hauptrolle erhielten Asmik Grigorian als Norma in der gleichnamigen Oper am Theater an der Wien und Michael Spyres als Giovanni Pierluigi Palestrina in "Palestrina" an der Wiener Staatsoper. Für die beste Nebenrolle wurden Patricia Nolz als Silla in derselben "Palestrina"-Produktion und Jörg Schneider als Doktor in "Drei Schwestern" bei den Salzburger Festspielen geehrt. Als bester Nachwuchs wurden Jasmin White für ihre Gesamtleistung der Saison 2024/25 an der Volksoper Wien sowie Benjamin Chamandy als Er in "Liebesgesang" und als Ehemann in "Von Heute auf Morgen" am Tiroler Landestheater Innsbruck ausgezeichnet.
Der Preis "Beste musikalische Leitung" ging an Maxime Pascal für "Drei Schwestern" bei den Salzburger Festspielen. Beste Gesamtproduktion Oper wurde "Zaide" in Salzburg. Als Beste Gesamtproduktion Operette wurde "Waldmeister" bei dem Festival "Johann Strauß 2025 Wien" ausgezeichnet. Claus Guth erhielt den Preis "Beste Regie" für "Blaubart" und "Die menschliche Stimme" bei den Festspielen Erl.
Für ihr Lebenswerk wurde die deutsche Sopranistin Anja Silja geehrt. Zuvor waren bereits Sonderpreise wie der "Große Preis der Jury" an den Pianisten, Festivalleiter und Kulturmanager Markus Hinterhäuser sowie der neue Publikumspreis an den italienischen Bariton Leo Nucci bekanntgegeben worden.
Der Österreichische Musiktheaterpreis wird seit 2013 für herausragende Leistungen in Oper, Operette, Musical und Ballett verliehen. Veranstalter ist der Verein Art Projekt. Über die diesjährige Vergabe der Preise entschied eine Jury aus zehn Kulturjournalisten unter dem Vorsitz von Heinz Sichrovsky (News/ORF III) und Joachim Leitner (Tiroler Tageszeitung).
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(wa)
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