Berlin (MH) – Der Bund will die kulturelle Exzellenz der deutschen Hauptstadt stärker fördern. Dafür sollen in den kommenden zehn Jahren 2,9 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden. Vertreter der Bundesregierung und der Berliner Landesregierung unterzeichneten am Dienstag einen neuen Hauptstadtfinanzierungsvertrag. Dieser sieht im selben Zeitraum 2,1 Milliarden Euro für hauptstadtbedingte Mehraufwendungen für innere Sicherheit und Infrastruktur vor.
Die Kulturförderungen aus dem Vertrag fokussieren sich auf bundesweit bedeutsame Exzellenzprojekte und -einrichtungen, vor allem im Musik- und Museumsbereich. Vom Bund sollen – stufenweise aufsteigend – zusätzlich bis zu 12,2 Millionen Euro kommen. Die Aufwüchse stehen unter dem Vorbehalt künftiger Haushaltsaufstellungsverfahren.
Der Bund erhöht seinen Förderanteil an den Berliner Philharmonikern stufenweise um bis zu vier Millionen Euro auf 11,5 Millionen Euro pro Jahr. An der Sanierung der Philharmonie beteiligt er sich mit bis zu 225 Millionen Euro. Der Bundeszuschuss zur Stiftung Oper in Berlin steigt stufenweise um bis zu vier Millionen Euro auf dann 14 Millionen Euro. Davon bekommt die Staatskapelle Berlin künftig eine Million Euro. Mit bis zu drei Millionen fördert der Bund eine Kooperation zwischen der Staatsoper Unter den Linden und der Barenboim-Said-Akademie zum Aufbau einer Exzellenzförderung junger Musiker im Geiste Daniel Barenboims und in Zusammenarbeit mit Generalmusikdirektor Christian Thielemann. Weitere Förderungen des Bundes gehen an Museen und den Hauptstadtkulturfonds.
"Mit dem neuen, auf zehn Jahre geschlossenen Hauptstadtfinanzierungsvertrag stellt sich der Bund verlässlich hinter die Hauptstadtkultur und leitet auch notwendige Strukturveränderungen ein", sagte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos). "Dabei nehmen wir noch stärker jene kulturellen Juwelen in den Blick, die weit über Berlin hinaus leuchten und vielfach auch Deutschland in der Welt repräsentieren."
"Berlin ist eine Weltklasse-Kulturmetropole", erklärte Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). "Die Konzerthäuser, Museen und anderen Kulturorte sind Aushängeschilder für unser Land, die wir als Bund fördern. Das ist sehr gut eingesetztes Geld – für Berlin und für Deutschland."
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(wa)
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