Berlin (mh) – Mehr als 7.000 Zuhörer hat das Bundesjugendorchester auf seiner Januar-Tournee begeistert. Neun Konzerte führten die jungen Musiker nach Deutschland, Slowenien und Italien. Dirigent war erstmals Michael Sanderling, teilte der Deutsche Musikrat am Donnerstag in Berlin mit. Auch der österreichische Pianist Markus Schirmer gab auf der Konzertreise sein Debüt beim BJO.
Im Mittelpunkt des Programms stand das selten aufgeführte Klavierkonzert von Benjamin Britten, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Britten zur Seite gestellt waren Ludwig van Beethovens "Egmont"-Ouvertüre und die Ballett-Suite "Petruschka" von Igor Strawinsky. Neben den großen Sinfoniekonzerten zeigten die Musiker auch ihre kammermusikalischen Fähigkeiten. Zum 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages gaben Ensembles aus den Reihen des Bundesjugendorchesters ein Konzert in der Aula der Universität Bonn.
Am 30. und 31. März tritt das Orchester in Baden-Baden auf. Im Rahmen der Osterfestspiele der Berliner Philharmoniker wird einmal mehr Sir Simon Rattle mit den jungen Musikern arbeiten. Im weiteren Verlauf der Tournee, die am 05., 06. und 08. April nach Köln, Weimar und Berlin führt, wird das Orchester von Howard Griffith geleitet. Unter dem Motto "Osmanische Wunder" wird Musik bekannter Komponisten wie Mozart und Ravel aufgeführt und westeuropäische Werke mit arabisch und türkisch inspirierten Melodien kombiniert. Gemeinsam mit dem türkisch-deutschen Rahmentrommelspieler Murat Coşkun und Derya Türkan an der Kamancheh wagen die jungen Musiker den Blick über den Tellerrand und werden sich in bisher unbekannten Klängen versuchen.
(wa)
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