Sanierung Oper Stuttgart: Drei Ideen für Ersatzspielstätte

14. November 2016 - 20:14 Uhr

Stuttgart – Bei der Suche nach einer Ersatzspielstätte für Stuttgarts Oper und Ballett während der mehrjährigen Sanierung des 100 Jahre alten Opernhauses sollen drei Ideen näher geprüft werden. Darauf hat sich der Verwaltungsrat der Staatstheater Stuttgart am Montag geeinigt, wie Oberbürgermeister Fritz Kuhn am Montagabend mitteilte. Alle drei möglichen Standorte würden nun auf Kriterien wie Funktionalität, Kosten, Nachhaltigkeit, Verfügbarkeit, Erreichbarkeit und die Akzeptanz durch das Publikum unter die Lupe genommen.

Opernhaus Stuttgart

Opernhaus Stuttgart

Neben einem reinen Interimsbau in der Nähe des VfB-Stadions ist auch ein Neubau auf dem Gelände des Tiefbahnhofsprojekts Stuttgart 21 im Gespräch, das nach dem Auszug von Oper und Ballett als Philharmonie genutzt werden könnte. Bis zur nächsten Sitzung des Verwaltungsrates am 24. April soll der Interimsbedarf geklärt sein und eine Bewertung der drei Standorte vorgenommen werden.

Der Theaterbau im Herzen der baden-württembergischen Landeshauptstadt muss dringend saniert werden. Das Gesamtpaket der Generalsanierung ist mit rund 400 Millionen Euro veranschlagt. Sanierung und Erweiterung der Oper im Schlossgarten sollen nach 2025 abgeschlossen sein.

Pro Jahr gibt es in dem Haus mit seinen 1.400 Plätzen rund 160 Opern- und 80 Ballettaufführungen. Der geschäftsführende Intendant der Staatstheater, Marc-Oliver Hendriks, warnte vor Einbußen in Millionenhöhe während der vermutlich drei- bis fünfjährigen Schließung des Stammhauses, sollte es keinen geeigneten neuen Spielort geben.

(dpa/MH)

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