Lisa della Casa – Liebe einer Diva

12. Dezember 2012 - 16:50 Uhr

Donnerstag, 13. Dezember 2012 / 23:45 – 00:45 Uhr
Bayerisches Fernsehen

Dokumentation (Deutschland/Schweiz 2008) "Wir waren alle verliebt in sie, aber sie war halt unerreichbar" schwärmte Christian Strauss, Sohn von Richard Strauss, von der Della Casa, die am Montag im Alter von 93 Jahren gestorben ist. Die Schweizer Sopranistin war in den 50-er und 60-er Jahren vielleicht die begnadetste und glaubwürdigste, sicher aber die schönste Mozart- und Strauss-Interpretin auf den Opernbühnen zwischen Salzburg und New York. Bis heute gilt sie als unerreichte Idealbesetzung für Richard Strauss' "Arabella".

Lisa della Casa

Anfang der 70-er Jahre war Lisa della Casa eine Ikone, eine begnadete Sängerin, der alles gelang und der die Opernliebhaber – trotz oder gerade wegen ihrer Unnahbarkeit – zu Füßen lagen. Dennoch beendete sie 1974 für alle überraschend abrupt und unerklärt ihre Karriere, verweigerte jedes Interview und zog sich auf das sagenhafte Schloss Gottlieben am Bodensee zurück.

Für den Dokumentarfilm von Wolfgang Wunderlich und Thomas Voigt "Lisa della Casa – Liebe einer Diva" brach die Ausnahme-Sopranistin ihr Schweigen und gab 2008 ihr erstes Interview seit über 30 Jahren. Der Film zeigt, dass für Lisa della Casa die Liebe zur Familie weit über der Karriere stand. Zu Wort kommen Ehemann Dragan Debeljevic, Tochter Vesna und Bruder Francesco Della Casa sowie Dietrich Fischer-Dieskau, Anneliese Rothenberger, Renée Fleming, Inge Borkh, Rolf Gerard.

Archivaufnahmen zeigen Auszüge aus "Don Giovanni" (Salzburg 1954, Interlaken 1970), "Salome" (München 1961), "Arabella" (München 1960), "Der Rosenkavalier" (Salzburg 1960), "Madama Butterfly" (CBC 1957), "Zum Blauen Bock" (1967), "Dalli Dalli" (1972), "Schöne Stimmen" (1973) u. a.

(Hinweis: Die ursprünglich auf diesem Sendeplatz geplante Dokumentation "Alle Menschen werden Brüder – Die Freimaurer und die Musik" entfällt.)

(pt/wa)

Trailer:

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