Die Scala – Opernlegenden aus Mailand

31. Mai 2015 - 11:43 Uhr

Sonntag, 31. Mai 2015 / 17:35 – 18:30 Uhr
ARTE

Dokumentation (Italien 2014, Erstausstrahlung) Erstmals erhielt ein Dokumentarfilmer die Genehmigung, die Mailänder Scala bei den Vorbereitungen zur Spielzeiteröffnung zu begleiten. Regisseur Luca Lucini schaut hinter die Kulissen der großartigen Opernmaschinerie. Parallel dazu zeigt sein Film einige der Künstler, denen dieses Opernhaus seinen legendären Ruf verdankt.

Teatro alla Scala

Teatro alla Scala

Verdi und Callas werden in fiktiven Interviews befragt, Toscanini, Tebaldi und Strehler sind in Archivaufnahmen zu sehen. Zu Wort kommt auch die heutige Generation, die die Geschichte der Scala weiterschreibt, darunter Daniel Barenboim, Riccardo Chailly oder Roberto Bolle. Auszüge aus den großen Opernproduktionen der letzten 40 Jahre vervollständigen das einzigartige Porträt des bedeutenden europäischen Opernhauses.

Nach dem Brand der Mailänder Oper finanzierten die wohlhabenden Familien der Stadt im Jahr 1776 einen großartigen Neubau, der am Standort der Kirche Santa Maria della Scala unweit des Mailänder Doms errichtet wurde: das Teatro alla Scala. Das beeindruckende Opernhaus verfügte anfangs über 3.000 Plätze, die im Logenparterre waren bis Anfang des 20. Jahrhunderts Eigentum der Mailänder Familien. Bald wurde die Scala zum unumstrittenen Zentrum der italienischen Opernkunst.

Ab dem 19. Jahrhundert legten Rossini, Bellini und später Verdi den Grundstein für den Mythos, der auch heute noch als bedeutendste Opernbühne der Welt geltenden Institution. Lang ist die Liste all jener, die hier seit zwei Jahrhunderten Operngeschichte schrieben und schreiben: Toscanini, Callas, Visconti, Strehler, Karajan, Pavarotti, Freni, Muti, Chéreau und viele andere haben hier gewirkt.

Die neue Spielzeit der Scala beginnt jedes Jahr mit einer erlesenen Gala am 7. Dezember, dem Gedenktag des Mailänder Schutzpatrons Ambrosius.

(pt/wa)

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