Bonn/Berlin (MH) – Das Theater Bonn trauert um seinen früheren Opernintendanten Jean-Claude Riber. Der gebürtige Elsässer sei bereits am 26. Januar in seinem Haus in den Vogesen gestorben, teilte das Theater am Mittwoch mit. Riber wurde 82 Jahre alt. Die Bonner Oper hatte er von 1981 bis 1992 geleitet.
"Mit dem Tod Jean-Claude Ribers ist eine Theaterlegende von uns gegangen", sagte Generalintendant Bernhard Helmich. Der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan würdigte Riber als "beeindruckende, eigenwillige Persönlichkeit, die die Bonner Oper über ein ganzes Jahrzehnt prägte".
Riber holte Weltstars wie Margaret Price, Montserrat Caballé, Mara Zampieri oder Hans Sotin nach Bonn. In seiner Amtszeit erreichte die Auslastung der Bonner Oper bis zu 99 Prozent. Als Intendant erfuhr er aber auch Kritik. Der damalige Bonner Generalmusikdirektor Gustav Kuhn gab Riber 1985 öffentlich eine Ohrfeige, nachdem dieser ihm das Dirigat für eine Wagner-Oper entzogen hatte.
(wa)
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