Boston/Leipzig/Berlin (MH) – Das Leipziger Gewandhausorchester und das Boston Symphony Orchestra (BSO) haben eine Vereinbarung über die künstlerische Zusammenarbeit unterzeichnet. "Unter dem Motto 'two worlds – one music' stärkt diese Kooperation die kulturellen Beziehungen zwischen den USA und Europa", sagte Leipzigs Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke) am Freitag in Boston.
Der lettische Dirigent Andris Nelsons (39), der ab 23. Februar als Gewandhauskapellmeister die künstlerische Leitung des Leipziger Orchesters übernimmt, ist seit 2014 und bis 2020 auch "Music Director" des BSO. Er hat die Zusammenarbeit der beiden Klangkörper angeregt. Sie umfasst unter anderem gemeinsame Uraufführungsaufträge und den Austausch von Musikern sowie eine "Boston-Woche" beziehungsweise eine "Leipzig-Week" im Spielplan des jeweiligen Partnerorchesters.
"Die Kooperation der beiden Orchester bringt für das Publikum eine wunderbare Erweiterung des Spielplanes mit sich und liefert für die Musikerinnen und Musiker anregende künstlerische Impulse", erklärte Gewandhausdirektor Andreas Schulz.
Die beiden Klangkörper verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Schon der erste Chefdirigent des 1881 gegründeten Boston Symphony, Georg Henschel, kam aus Leipzig. "Diese Tradition führen wir jetzt in die Zukunft und beleben die Verbindungen zwischen den Orchestern neu", sagte Jennicke.
(wa)
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(01.03.2017 – 20:47 Uhr)
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