Telemann-Gesellschaft vergibt erstmals Forschungspreis

05. März 2026 - 17:01 Uhr

Magdeburg/Berlin (MH) – Die Internationale Telemann-Gesellschaft in Magdeburg vergibt erstmals einen Telemann-Forschungspreis. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis geht an die junge Musikwissenschaftlerin Sophie Maria Weber aus Halle (Saale), wie die Gesellschaft am Donnerstag mitteilte. Die Auszeichnung soll ihr zum Auftakt der Internationalen Wissenschaftlichen Konferenz "Telemann als interdisziplinärer Forschungsgegenstand" am 16. März verliehen werden.

Sophie Maria Weber

Die gebürtige Lübeckerin werde für ihre Masterarbeit gewürdigt, in der sie untersucht hat, wie der langjährige Rigaer Kantor Georg Michael Telemann die Matthäuspassion (1758) seines Großvaters Georg Philipp Telemann für die Gegebenheiten in Riga bearbeitete und dort aufführte. Webers Arbeit sei fundiert recherchiert, stringent argumentiert und sprachlich überzeugend formuliert, erklärte der Direktor des Telemann-Zentrums Magdeburg, Carsten Lange.

Das Preisgeld wird von der Internationalen Telemann-Gesellschaft und der Melante-Stiftung zur Verfügung gestellt.

Der Komponist Georg Philipp Telemann wurde 1681 in Magdeburg geboren. Er starb 1767 in Hamburg. Die 1991 in Magdeburg gegründete Internationale Telemann-Gesellschaft hat eigenen Angaben zufolge weltweit 170 Mitglieder. Die Gesellschaft veranstaltet gemeinsam mit dem Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung der Landeshauptstadt Magdeburg im jährlichen Wechsel den Internationalen Telemann-Wettbewerb und die Magdeburger Telemann-Festtage.

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(wa)

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