Mildenberger wird Chefdirigent in Brandenburg

15. Juli 2025 - 15:06 Uhr

Frankfurt (Oder)/Berlin (MH) – Felix Mildenberger wird neuer Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (BSOF). Der 35-Jährige unterzeichnete am Dienstag in Frankfurt (Oder) einen Vertrag ab 1. August 2026. Mildenberger folgt auf Jörg-Peter Weigle (72), der den Posten zum Ende der Spielzeit 2024/25 nach sieben Jahren abgibt.

Vertragsunterzeichnung Felix Mildenberger (re.)

Felix Mildenberger (re.)

Mildenberger hatte sich gegen 120 Bewerber durchgesetzt. In einer internen Abstimmung votierten die Orchestermusiker mit großer Mehrheit für ihn. Der Dirigent sei "energiegeladen, modern, experimentierfreudig", lobte Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD). "Ich bin sicher: Der neue Generalmusikdirektor wird den künstlerischen Mut und die innovativen Formate, für die unser Staatsorchester bekannt ist, mit neuem Leben füllen", erklärte sie.

Mildenberger gastierte bereits 2022 und 2024 am Pult von Brandenburgs einzigem A Orchester. Dabei habe er "mit seinen präzisen, feinsinnigen und sehr musikalischen Dirigaten und mit einem exzellenten Zusammenspiel des Orchesters sehr beeindruckt", sagte BSOF-Intendant Roland Ott. "Seine musikalische Sensibilität und künstlerische Energie haben überzeugt und steigern die Vorfreude auf seine Arbeit als Generalmusikdirektor unseres renommierten Klangkörpers", fügte der Bürgermeister von Frankfurt (Oder), Claus Junghanns (CDU), hinzu.

Der Dirigent selbst äußerte sich begeistert für den Klang, die Energie und die Musizierfreude des Orchesters: "Ich freue mich darauf, gemeinsam neues Repertoire zu entdecken, innovative Formate für das Publikum in Frankfurt, Potsdam und der Region zu entwickeln, und das BSOF als lebendige, zugängliche Kulturinstitution weiterzuentwickeln – lokal verwurzelt, international ausstrahlend." Schon in der Saison 2025/26 ist er bei zwei Konzerten mit dem Orchester zu erleben.

Mildenberger hat in Freiburg und Wien studiert. 2014 gründete er das Symphonieorchester Crescendo Freiburg, dessen Chefdirigent er seitdem ist. Er gewann zahlreiche internationale Preise, darunter 2018 die Donatella Flick LSO Conducting Competition. Mildenberger arbeitete mit renommierten Klangkörpern wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem London Symphony Orchestra, den Wiener Symphonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich und der Staatskapelle Weimar. Seit 2021 ist er Erster Gastdirigent des Filarmonica Teatro Regio di Torino.

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(wa)

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