Ministerin zu Staatstheater Cottbus: Krisen-Ausmaß war nicht bekannt

20. Juli 2018 - 11:28 Uhr

Cottbus – Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) hat sich bestürzt über die Führungskrise am Staatstheater Cottbus geäußert. "Das war ein ziemlicher Schock – schlichtweg nicht vorstellbar", sagte sie der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" (Freitag) zu den Vorwürfen gegen Generalmusikdirektor Evan Alexis Christ. Münch betonte: "Wenn jemand auf einem so hohen Qualitätsniveau arbeitet wie der bisherige Generalmusikdirektor, gehören dazu Leidenschaft und Emotionen. Da kann man sich auch vorstellen, dass sich jemand mal im Ton vergreift." Sie ergänzte: "Aber dieses absolut nicht akzeptable Ausmaß ist nicht bekannt gewesen. Auch in meinen Gesprächen mit dem Personalrat wurde das nicht thematisiert."

Staatstheater Cottbus

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Solisten hatten vor Monaten die Vorwürfe gegen Christ erhoben. Sie warfen ihm vor, über Jahre hinweg cholerische Ausfälle gehabt zu haben. Immer mehr Ensemble-Mitglieder sprangen ihren Kollegen in der Folge bei. Christ wurde daraufhin gekündigt. Er wehrt sich mit einer Klage dagegen. Es gibt dazu noch kein Ergebnis bei Gericht.

Die Kulturministerin ist auch Vorsitzende des Stiftungsrates der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder), die sich um den Theaterbetrieb kümmert.

(dpa/MH)

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