Salzburger Festspiele starten mit Oper "Elektra"

01. August 2020 - 10:00 Uhr

Salzburg/Berlin (MH) – Mit Richard Strauss' Einakter "Elektra" starten am (heutigen) Samstag die Salzburger Festspiele. Bis zum 30. August sind 110 Opern-, Schauspiel- und Konzertaufführungen geplant. Das große Jubiläumsprogramm zum 100-jährigen Bestehen kann das Festival wegen der Corona-Pandemie zwar nicht aufbieten. Aber gut die Hälfte der ursprünglich geplanten Veranstaltungen soll doch stattfinden. "Ich habe keine Minute daran gezweifelt, dass wir in diesem Sommer spielen würden", sagte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler.

"Elektra"

"Elektra"

Die Oper des Festspiel-Mitgründers Strauss wird von dem polnischen Regisseur Krzysztof Warlikowski in Szene gesetzt. Die musikalische Leitung hat Franz Welser-Möst. In der Titelpartie ist die litauische Sopranistin Aušrinė Stundytė zu erleben.

Als zweite Oper feiert am Sonntag (2. August) Mozarts "Così fan tutte" in der Regie von Christof Loy Premiere – in Corona-Zeiten "ohne große Bühnenmaschinerie und mit einer deutlich reduzierten Probenzeit", wie es hieß. Joana Mallwitz am Pult der Wiener Philharmoniker gibt ihr Festspiel-Debüt und ist die erste Frau, die eine Oper bei den Salzburger Festspielen dirigiert. Die beiden ebenfalls für diese Jahr geplanten Mozart-Werke "Don Giovanni" und "Die Zauberflöte" werden auf 2021 verschoben.

Das Konzertprogramm umfasst 53 Konzerte. Am Pult der Wiener Philharmoniker stehen Andris Nelsons, Riccardo Muti, Christian Thielemann – mit Elīna Garanča als Solistin – und Gustavo Dudamel – mit Evgeny Kissin am Klavier. Zudem sind das ORF Radio-Symphonieorchester unter Kent Nagano, das West-Eastern Divan Orchestra mit dessen Gründer Daniel Barenboim und die Berliner Philharmoniker unter Chefdirigent Kirill Petrenko zu hören. Igor Levit interpretiert zum Beethoven-Jahr an acht Abenden die 32 Klaviersonaten des Komponisten. Mehrere Solistenkonzerte als Pianist gibt auch Daniel Barenboim, darunter am Abend seines 70-jährigen Bühnenjubiläums (19. August).

Im Schauspiel sind unter anderem zwei Uraufführungen zu sehen: "Zdenek Adamec: Eine Szene" von Peter Handke und "Everywoman" von Milo Rau. Der "Jedermann" wird 14 Mal gezeigt. Zudem erinnert eine Lesung von Darstellern der Titelfigur wie Klaus Maria Brandauer, Tobias Moretti und Philipp Hochmair an die erste Aufführung des Dauerbrenners vor 100 Jahren.

Von ursprünglich gut 240.000 Karten für 200 Veranstaltungen hatten die Festspiele nach eigenen Angaben bis Anfang März bereits 180.000 im Gesamtwert von 24,5 Millionen Euro verkauft. Diese Tickets werden nun komplett zurückgegeben. Das modifizierte Programm können nur 80.000 Zuschauer besuchen.

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(wa)

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