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Bayerische Staatsoper darf 500 Zuschauer empfangen

31. August 2020 - 19:37 Uhr

München/Berlin (MH) – Die Bayerische Staatsoper darf bei ihren Vorstellungen testweise bis zu 500 Besucher empfangen. An dem Haus starte am 1. September ein vierwöchiger Pilotversuch, sagte Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Montag. Damit wolle man Erfahrungen mit mehr als den bisher im Freistaat zugelassenen 200 Personen bei Kulturveranstaltungen in Innenbereichen sowie den dafür erforderlichen Schutz- und Hygienemaßnahmen sammeln. Auf Grundlage der dabei gewonnenen Erkenntnisse werde dann über weitere Schritte entschieden.

Bayerische Staatsoper, Zuschauerraum

Bayerische Staatsoper, Zuschauerraum

Der Pilotversuch wurde vom Bayerischen Kunstministerium gemeinsam mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium auf den Weg gebracht. Ihm begegne fast täglich die tiefverwurzelte Sehnsucht der Menschen nach Kunst und Kultur, erklärte Sibler. Mit dem Pilotversuch an der Staatsoper, der am 30. September endet, lote man die Möglichkeiten hinsichtlich höherer Besucherzahlen bei kulturellen Veranstaltungen aus. "Ziel ist die Stärkung von Kunst und Kultur in Bayern, Ziel bleibt aber auch ein umsichtiges Vorgehen, damit Kunstgenuss sicher bleibt", so der Minister.

Die Staatsoper kann damit bei der Uraufführung von "7 Deaths of Maria Callas" am Dienstag bis zu 300 Besucher mehr als bisher im Münchner Nationaltheater zulassen. Das Opernprojekt der Performance-Künstlerin Marina Abramović war ursprünglich für April 2020 geplant, musste aber wegen der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt werden.

Abramović führt Regie, hat das Bühnenbild entworfen und steht selbst auf der Bühne. "Ich werde die Todesszenen aus sieben Opern nachstellen – Opern, in denen Maria Callas schon vor mir gestorben ist", sagte die Künstlerin. In vielen Szenen stirbt die Opernfigur nicht alleine, sondern wird von einem Mann umgebracht. Für die Rolle des Mörders wählte Abramović den Oscar-nominierten Schauspieler Willem Dafoe.

In der anderthalbstündigen Produktion erklingen sieben verschiedene Arien, in denen die Callas zeitlebens als Interpretin glänzte – allen voran "Casta Diva" aus Bellinis Oper "Norma" -, vorgetragen von Sängerinnen wie Selene Zanetti, Adela Zaharia und Hera Hyesang Park. Die Opernszenen werden verbunden durch Neukompositionen von Marko Nikodijević. Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters gibt der israelisch-amerikanische Dirigent Yoel Gamzou, Generalmusikdirektor am Theater Bremen, sein Hausdebüt.

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(wa)

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