Wien/Berlin (MH) – Markus Poschner soll 2026 neuer Chefdirigent des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien (RSO) werden. Das meldete der Österreichische Rundfunk (ORF) am Dienstag. Voraussetzung sei jedoch, dass die Existenz und Finanzierung des Orchesters bis dahin abgesichert sind. Dass der 54-Jährige trotz der ungeklärten Zukunft dieser Vereinbarung zustimmt, wisse sie sehr zu schätzen, erklärte ORF-Radiodirektorin Ingrid Thurner.
Er fühle sich dem RSO Wien seit vielen Jahren sehr eng verbunden, betonte Poschner. Man habe gemeinsam unvergessliche musikalische Höhepunkte erlebt. Jedes Mal sei er begeistert von der Qualität, Hingabe, Leidenschaft und Spielkunst des Orchesters. "Ich hoffe und vertraue darauf, dass den politisch Verantwortlichen bewusst ist, welch unschätzbaren Wert das RSO für Österreich, ja für die ganze Welt, hat, und ich appelliere an alle, auch künftig für dieses unentbehrliche Orchester einzustehen."
Der in München geborene Poschner leitet seit 2017 und noch bis 2027 das Bruckner Orchester Linz. Ab der Saison 2025/26 wird er auch Chef des Sinfonieorchesters Basel, ab 2027/28 zudem Musikdirektor der Utah Symphony in Salt Lake City. Das Rundfunk-Sinfonieorchester Wien dirigiert er bereits am Donnerstag wieder. Im März will er seine Zukunftspläne mit dem RSO vorstellen. Der Vertrag der derzeitigen RSO-Chefdirigentin Marin Alsop endet im Sommer 2025 nach sechs Jahren.
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(wa)
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