Potsdam/Berlin (MH) – Der Brandenburger Dirigent und Musikwissenschaftler Knut Andreas hat das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) übergab ihm die Auszeichnung am Donnerstag in Potsdam im Auftrag des Bundespräsidenten.
Andreas mache Musik zum Erlebnis für alle, erklärte Schüle. Unter seiner Leitung sei das Collegium musicum Potsdam nicht nur zum größten Orchester der Landeshauptstadt gewachsen, sondern zu einem lebendigen Ort der Begegnung, in dem Studenten und Berufstätige, Alteingesessene und Neu-Potsdamer gemeinsam musizierten. Mit dem 2009 gegründeten Open-Air-Festival "Klassik am Weberplatz" schaffe er jedes Jahr aufs Neue einen magischen Moment. Mit Projekten in Brasilien stärke er auch junge Menschen. "Knut Andreas verbindet künstlerische Exzellenz mit gelebter Verantwortung für die Gesellschaft", würdigte Schüle.
1979 in Potsdam geboren, studierte Andreas an der Universität Potsdam, der Hochschule für Musik Leipzig und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 1998 ist er Künstlerischer Leiter des Sinfonieorchesters Collegium musicum Potsdam, seit 2017 auch Honorarprofessor an der Fachhochschule Potsdam. Seit 2021 leitet er das Orquestra Sinfônica de Piracicaba in Brasilien. Zudem fördert er mit einem Orchesterprojekt Jugendliche aus sozial benachteiligten Stadtteilen São Paulos.
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(wa)
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