Bregenz/Berlin (MH) – Die Bregenzer Festspiele haben eine positive Bilanz der 79. Ausgabe gezogen. Die erste Saison unter der neuen Intendantin Lilli Paasikivi habe mit vielen ausverkauften Vorstellungen große Resonanz beim Publikum gefunden, teilten die Veranstalter am Donnerstag in Bregenz mit. Bis zum Abschluss am Sonntag werden rund 249.000 Zuschauer das fünfwöchige Festival besucht haben, hieß es.
Allein die 27 Vorstellungen, einschließlich noch vier folgender Aufführungen, von Carl Maria von Webers Oper "Der Freischütz" erlebten rund 180.000 Zuschauer. Die Wiederaufnahme von Philips Stölzls Inszenierung war heuer zu 97 Prozent ausgelastet. In zwei Spielzeiten zog die Produktion etwa 374.000 Menschen an. Im Festspielhaus sahen 4.411 Menschen George Enescus Oper "Œdipe" in der Regie von Andreas Kriegenburg. Die drei Vorstellungen waren zu 96 Prozent ausgelastet. Alle Vorstellungen der Opernstudio-Inszenierung "La Cenerentola" im Theater am Kornmarkt waren schon vor Festivalbeginn ausverkauft. Zudem boten die Festspiele ein Auftragswerk des US-amerikanischen Komponisten Kevin Puts und eine sprachschauspielerische Uraufführung in Koproduktion mit dem Wiener Burgtheater. Konzerte präsentierten die Wiener Symphoniker und das Symphonieorchester Vorarlberg.
Als ihre erste Seebühnen-Neuproduktion unter Intendantin Paasikivi ist in den kommenden beiden Jahren "La traviata" zu sehen. Die Oper von Giuseppe Verdi, die das Festival am 22. Juli 2026 eröffnet, wurde in der Geschichte des Festivals noch nie als Spiel auf dem See aufgeführt. Im Festspielhaus feiert am zweiten Tag Leoš Janáčeks "Die Ausflüge des Herrn Brouček" Premiere. Die 80. Ausgabe der Festspiele dauert bis zum 23. August 2026.
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(wa)
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