Göttingen/Berlin (MH) – Jochen Schäfsmeier bleibt weitere drei Jahre Geschäftsführender Intendant der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen. Wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten, verständigten sich der Aufsichtsrat und Schäfsmeier auf eine Vertragsverlängerung bis Ende 2028. Der Intendant steht seit 2021 an der Spitze des Festivals, seit 2022 mit dem griechische Dirigenten George Petrou als Künstlerischem Leiter.
Schäfsmeier habe die Festspiele inmitten der Pandemie übernommen und sie gemeinsam mit Petrou durch eine Phase tiefgreifender Verunsicherung im internationalen Kulturbetrieb geführt, sagte die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Panja Mücke. "In dieser Zeit wurde das künstlerische Profil der Festspiele nicht nur behauptet, sondern weiterentwickelt. Das heutige Programm verbindet internationale Ausstrahlung mit einer nachhaltigen Verankerung in der Göttinger Stadtgesellschaft", betonte sie.
Sein Ziel sei es, die Aktualität von Händels Werk im 21. Jahrhundert zu zeigen und zugleich tragfähige Formate für ein breites Publikum zu entwickeln, erklärte Schäfsmeier. Die Weiterentwicklung des Festivalangebots sei auch "eine Reaktion auf knapper werdende Fördermittel".
Die 1920 ins Leben gerufenen Händel-Festspiele gelten als das weltweit älteste Festival für Alte Musik und trugen erheblich zur Wiederentdeckung der Opern von Händel (1685-1759) bei. 2020 musste die Jubiläumsausgabe Corona-bedingt ausfallen, 2021 wurde das Festival von Mai auf September verschoben. In diesem Jahr finden die Festspiele vom 14. bis 25. Mai statt. Das Festivalmotto und das Programm sollen am 4. Februar vorgestellt werden.
© MUSIK HEUTE. Alle Rechte vorbehalten – Informationen zum Copyright
(wa)
Mehr zu diesem Thema:
➜ Weitere Artikel zu den Händel-Festspielen Göttingen
Link: