Hans-Gál-Solistenpreis 2026 an Cellisten Zeller

26. März 2026 - 11:42 Uhr

Mainz/Berlin (MH) – Der Hans-Gál-Solistenpreis geht in diesem Jahr an den Cellisten Arne Zeller. Damit würdige man "nicht nur die beeindruckende instrumentale Meisterschaft dieses jungen Musikers, sondern vor allem auch die künstlerische Persönlichkeit, die sich in seinem Spiel offenbart", teilte die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur am Donnerstag mit.

Arne Zeller

Der Preis fördert herausragende junge Musiker am Beginn ihrer Karriere und würdigt künstlerische Exzellenz sowie ein außergewöhnliches Entwicklungspotenzial. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert. Sie soll am 30. Juni 2026 im Rahmen eines Konzerts des Preisträgers in Mainz verliehen werden.

Der 2006 geborene Zeller debütierte als Solist mit 13 Jahren. Ein Jahr später wurde er Jungstudent an der Hochschule für Musik in Leipzig. Es folgten Soloauftritte etwa mit der Philharmonie Baden-Baden, dem hr-Sinfonieorchester, der Kremerata Baltica und der Nationalphilharmonie Budapest. Seit Oktober 2024 studiert er an der Kronberg Academy.

Der 2025 eingeführte Hans-Gál-Solistenpreis und der seit 2020 vergebene Ensemblepreis werden durch die Hans-Gál-Stiftung ermöglicht. Die Auszeichnungen erinnern an den Komponisten, Musikwissenschaftler und -pädagogen (1890-1987), der von 1929 bis 1933 Direktor des Konservatoriums Mainz war. Wegen seiner ungarisch-jüdischen Abstammung wurde er nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten beurlaubt und emigrierte zunächst nach Österreich, 1938 nach Großbritannien. 1945 wurde er britischer Staatsbürger und unterrichtete bis 1955 an der Universität Edinburgh.

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(wa)

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