Cottbus/Berlin (MH) – Generalmusikdirektor Alexander Merzyn lässt seinen Vertrag am Staatstheater Cottbus zum 31. Juli 2028 auslaufen. "Nach einer langen gemeinsamen Zeit wird es sowohl für das Orchester als auch für mich wichtig sein, neue künstlerische Impulse zu erhalten und neue Perspektiven zu entwickeln", erklärte der Dirigent nach einer Mitteilung des Theaters vom Mittwoch. Der gebürtige Kieler (Jahrgang 1983) ist seit Dezember 2019 Generalmusikdirektor. Schon ab August 2018 hatte er die Position kommissarisch inne.
Unter Merzyns Leitung hätten das Orchester und die gesamte Musiksparte des Staatstheaters viele glanzvolle Momente erlebt, erklärte der designierte Intendant Berthold Schneider. "Ich habe großen Respekt vor seiner Leistung am Haus und freue mich auf die verbleibende gemeinsame Zeit."
Die Konzertsparte sei schon bei Merzyns Amtsantritt sehr gut ausgelastet gewesen, hieß es. Nach den pandemiebedingten Einschränkungen habe man dieses Niveau schon 2022 wieder erreicht und seitdem kontinuierlich gesteigert. Inzwischen verzeichne der Konzertbereich im Staatstheater Cottbus etwa ein Drittel mehr Besucher als 2018.
Merzyn betonte, er gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Bis zum Ende seiner Amtszeit wolle er noch "unsere beiden großen Zyklen mit Bruckner und Mahler sowie viele weitere wunderbare Projekte" zum Abschluss bringen.
Merzyn studierte zunächst Violoncello und spielte im Deutschen Symphonie-Orchester Berlin sowie im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Ab 2009 absolvierte er ein Dirigierstudium in Weimar. 2015 wurde er 1. Kapellmeister am Landestheater Coburg und wechselte 2017 in gleicher Funktion an das Staatstheater Cottbus.
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(wa)
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