Montag, 01. April 2013 / 12:00 – 12:45 Uhr
BR-alpha
Porträt (Deutschland 2011) Wilfried Hiller ist einer der meist gespielten deutschen Bühnenkomponisten unserer Zeit. "Der Goggolori. Eine bairische Mär mit Musik", stammt ebenso aus seiner Feder wie die Fernsehoper "Niobe", die Lebensballade "Wolkenstein" oder die Kirchenopern ""Augustinus" und "Der Sohn des Zimmermanns". Zusammen mit Michael Ende hat er darüber hinaus in seiner eigenen, unverwechselbaren Tonsprache eine Vielzahl populärer Musiktheaterwerke für Kinder geschaffen. Astronomie, Zahlensymbolik, bildende Kunst, und Lyrik beflügeln ihn.
Seine Ideen holt Hiller aus vielen Bereichen der Kunst, der Philosophie und aus dem Alltag. Die Neugier auf Neues, Fremdes, die Erweiterung des musikalischen Spektrums um außereuropäische Einflüsse zeichnen sein Schaffen aus. Gleichzeitig hat Hiller keine Angst vor "Ohrwurm-Qualitäten". Ein klemmender Scheibenwischer konnte ihn genauso zu einer Komposition inspirieren wie der legendäre Boxkampf zwischen Cassius Clay und Joe Frazier.
Auch Musikvermittlung liegt ihm am Herzen. Aus der von ihm initiierten BR-Sendereihe "Musik unserer Zeit" gingen die von ihm redaktionell betreuten legendären "Münchner Musiknächte" hervor, die zwischen 1982 und 2002 in der Münchner Musikhochschule, im Gasteig-Kulturzentrum und im Prinzregententheater stattfanden. Aus Anlass seines 70. Geburtstags im Jahr 2011 porträtierten Dorothee Binding und Benedict Mirow den ungewöhnlich facettenreichen Komponisten und Musikvermittler. Bestandteil der Dokumentation sind auch sehr persönliche Aufnahmen des Sohnes und Kameramannes Carl Amadeus Hiller, der seit vielen Jahren seinen Vater filmisch begleitet.
(pt/wa)