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Nürnbergs künftiger Staatsintendant plant "Oper für alle"

02. März 2016 - 17:43 Uhr

Nürnberg – Der künftige Intendant des Nürnberger Staatstheaters, Jens-Daniel Herzog, will sein Konzept der "Oper für alle" aus Dortmund mitbringen. "So ein großes Haus bietet die Möglichkeit, vieles für viele zu bieten und Theater in seiner gesamten Bandbreite zu bieten – vom geistigen Höhenflug bis zur perfekten Unterhaltung", sagte Herzog am Mittwoch. Sein Ziel sei immer gewesen, "das Anspruchsvolle auch populär zu machen und das Populäre anspruchsvoll". Wie am Dienstag bekannt wurde, übernimmt der 52-Jährige den Posten zur Spielzeit 2018/19. Sein Vorgänger Peter Theiler wechselt dann an die Semperoper in Dresden.

Jens-Daniel Herzog

Jens-Daniel Herzog

In der Nürnberger Oper könne er an die "großartige Arbeit" von Peter Theiler anknüpfen. Auf drei Gebieten wünsche er sich jedoch eine Intensivierung: Bei Barockopern, Operetten der 20-er und 30er-Jahre und bei Rockmusicals. "Wir wollen das Rockmusical in Nürnberg heimisch machen – als eine der spannenden Formen des heutigen Musiktheaters", sagte der 52-Jährige.

Als inszenierender Intendant will er auch selbst Regie in der Oper führen – er denke derzeit an zwei große Projekte pro Spielzeit. "Diese Chance will ich mir nicht entgehen lassen. Ich will das Haus nicht nur organisatorisch, sondern auch künstlerisch prägen." Am Regiepult lerne man seine Mitarbeiter am besten kennen.

Ein weiteres Ziel des 52-Jährigen: "Das Haus für Einflüsse von außen weit zu öffnen." Bislang habe sich die Oper insbesondere nach Westen – vor allem nach Frankreich – orientiert. "Ich möchte den Blick in Zukunft noch mehr nach Osten richten", sagte Herzog. Zu einer konkreten Spielplanung will er sich noch nicht äußern. Dazu sei es zweieinhalb Jahr vor Amtsübernahme noch zu früh.

Derzeit ist Herzog noch Intendant in Dortmund. Auf seine Zeit am Nürnberger Mehrspartenhaus mit Theater, Oper, Ballett und Konzerten freut sich der gebürtige Stuttgarter. Es sei "ein großartiges Haus, in einer Region, die ich als dynamisch und sehr innovativ empfinde". In seine Zeit in Franken wird auch die Vorbereitung der Opernhaus-Renovierung fallen, die 2023 beginnen soll. "So ein Umbau ist eine riesige Herausforderung für das Haus und das Publikum. Ich möchte das aber zugleich als Chance empfinden, viele neue Erfahrungen zu machen und Dinge neu auszuprobieren."

(dpa/MH)

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(01.03.2016 – 15:47 Uhr)

Links:

http://www.jensdanielherzog.de
http://www.staatstheater-nuernberg.de

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