Stampa will Festspielhaus Baden-Baden weiterentwickeln

15. März 2019 - 17:24 Uhr

Baden-Baden/Berlin (MH) – Der designierte Intendant des Festspielhauses Baden-Baden, Benedikt Stampa, will an das bisher Geleistete in dem Opern- und Konzerthaus anknüpfen und die Musikstadt Baden-Baden weiterentwickeln. Das sagte der 53-Jährige am Freitag bei der Vorstellung der Saison 2019/20. Unter anderem wolle er das Bildungsprogramm für Kinder- und Jugendliche und Erwachsene ausbauen. "Wenn wir die Botschaften der großen klassischen Komponisten ernst nehmen, müssen wir sie gemeinsam mit dem Publikum von heute und morgen intensiver studieren."

Benedikt Stampa

Benedikt Stampa

Darüber hinaus will Stampa in den kommenden Jahren die verschiedenen Baden-Badener Festspiele weiterentwickeln. Den Anfang machen die Pfingstfestspiele, die mit Klassikern der Moderne und neuen Aufführungsformen für klassische Werke ein ganz neues Gesicht erhalten sollen.

In den Mittelpunkt seiner ersten Spielzeit stellt der neue Intendant Ludwig van Beethoven. "Mir ist es wichtig, die Musik ernst zu nehmen und das musikalische Erbe Europas mit der Welt zu teilen", sagte er. Dazu zähle es auch, Komponisten wie Beethoven, Bach oder Gluck nicht eindimensional als "unsere" Künstler zu bezeichnen oder ihre Werke oberflächlich zu betrachten. "Beethovens Musik kommt nicht aus der Zuckerdose", erklärte Stampa, der ab Juli offiziell künstlerisch für das Festspielhaus verantwortlich ist. Sein Vorgänger Andreas Mölich-Zebhauser war seit der Eröffnung 1998 Intendant.

Bei den Osterfestspielen 2020 mit den Berliner Philharmonikern leitet deren designierter Chefdirigent Kirill Petrenko Beethovens einzige Oper "Fidelio", in einer Neuinszenierung der slowenischen Regisseurin Mateja Koležnik. Erstmals in der Geschichte des Orchesters führen Kammermusik-Ensembles sämtliche Streichquartette Beethovens innerhalb eines Festivals auf.

Im Rahmen der Sommerfestspiele 2020 bezieht das Gewandhausorchester Leipzig eine Residenz in Baden-Baden. Chefdirigent Andris Nelsons leitet Bachs h-Moll-Messe, einen Bruckner-Abend sowie die Baden-Baden-Gala, die diesmal Johann Strauß gewidmet sein wird.

Mit Glucks "Orphée et Eurydice" zur Spielzeiteröffnung ist der Choreograph John Neumeier erstmals in Baden-Baden als Opernregisseur zu erleben. Valery Gergiev, der das Festspielhaus als Dirigent 1998 eröffnete, leitet zum Saisonabschluss Giuseppe Verdis Opern "Attila" und "Der Troubadour" in konzertanten Aufführungen.

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(wa)

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